Muttertag-Studie

Kinderwunsch? Frauen planen das viel bewusster

Blumen, Frühstück ans Bett & Familienfotos: Muttertag wirkt oft traditionell. Doch eine neue Studie zeigt, wie konkret Frauen Mutterschaft einplanen.
Heute Life
10.05.2026, 08:24
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Der Frühstückstisch ist gedeckt, irgendwo stehen Blumen bereit und auf dem Handy trudeln die ersten Muttertags-Nachrichten ein. Doch hinter dem klassischen Familienfeiertag steckt heute oft weit mehr als nur Tradition. Denn Mutterschaft ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr – sondern für viele Frauen eine ganz bewusste Lebensentscheidung. Das zeigt jetzt auch eine aktuelle GYNIAL-Studie.

Kinderwunsch bleibt für viele Frauen wichtig

Trotz gesellschaftlicher Veränderungen bleibt der Wunsch nach einer Familie in Österreich groß. Laut der Untersuchung sehen acht von zehn Frauen Kinderkriegen als aktiv geplanten Lebensschritt. Besonders stark ausgeprägt ist der Kinderwunsch bei jungen Frauen zwischen 14 und 19 Jahren. Viele beschäftigen sich dabei deutlich bewusster mit Familienplanung als noch vor einigen Jahren. Schwangerschaft wird heute zunehmend vorbereitet, informiert begleitet und aktiv geplant.

"Frauen wissen heute sehr genau, was sie wollen, und wie wichtig eine gute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft ist", erklärt Elisabeth Pichler, CEO von GYNIAL.

Mutterschaft wird heute bewusster geplant

Die Studie zeigt auch: Für viele Frauen gehört medizinische Vorbereitung mittlerweile selbstverständlich zur Familienplanung dazu. Fast alle jungen Frauen zwischen 14 und 19 Jahren halten gezielte Vorbereitung vor einer Schwangerschaft für notwendig. Trotzdem nimmt nur rund jede zweite Frau tatsächlich medizinische Beratung in Anspruch.

Dabei geht es längst nicht nur um klassische Vorsorgeuntersuchungen: Auch Themen wie Ernährung, Vitamine oder Folsäure spielen eine immer größere Rolle. Besonders bekannt ist mittlerweile die Bedeutung von Folsäure. Laut der Studie wissen 86 Prozent der Frauen, dass sie im Zusammenhang mit Schwangerschaft wichtig ist. 81 Prozent wissen sogar, dass die Einnahme bereits vor einer Schwangerschaft empfohlen wird.

Familienplanung beeinflusst sogar Beziehungen

Interessant ist auch, wie stark der Kinderwunsch mittlerweile Partnerschaften beeinflusst. Für viele Frauen sind unterschiedliche Vorstellungen zur Familienplanung sogar ein mögliches Ausschlusskriterium für eine Beziehung. Laut Studienergebnissen sehen sieben von zehn Frauen darin einen entscheidenden Faktor. Der Wunsch nach Kindern wiegt damit für viele stärker als andere Beziehungsfragen.

Zwischen Wunsch und Unsicherheit

Trotz des großen Kinderwunsches begleitet viele Frauen gleichzeitig auch Unsicherheit. Besonders junge Menschen sorgen sich zunehmend darum, ob sie später überhaupt Kinder bekommen können: Fast vier von zehn jungen Männern und mehr als jede zweite junge Frau geben an, diese Angst bereits zu kennen.

Große Unterschiede innerhalb Österreichs

Die Ergebnisse zeigen außerdem regionale Unterschiede: Während sich Menschen in Kärnten besonders gut über Schwangerschaft und Vorsorge informiert fühlen, nehmen Frauen dort vergleichsweise selten medizinische Beratung vor einer Schwangerschaft in Anspruch.

Ganz anders sieht es im Westen Österreichs aus: In Tirol und Vorarlberg suchen deutlich mehr Frauen bereits vor einer Schwangerschaft professionelle Beratung auf. Dort lassen sich fast sechs von zehn Frauen medizinisch begleiten, bevor sie schwanger werden.

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