Ein kleines Missgeschick hatte für Paul (7) massive Folgen. Der Bub war vor Jahren auf dem Weg in den Kindergarten vom Roller gestürzt, landete mit dem Kopf auf dem Pflaster. "Trotz Helm verlor er das Bewusstsein, erlitt eine Gehirnerschütterung", erinnert sich Mutter Claudia (42) im Gespräch mit "Heute".
Doch erst Jahre später in der Schule klagte Paul plötzlich: "Mama, ich seh’ verschwommen." Schließlich erkannte eine Spezialistin CVI (cerebrale visuelle Wahrnehmungsstörung) als Ursache für die Sehprobleme, dabei sind Pauls Augen zwar gesund, doch visuelle Reize können im Gehirn nicht richtig verarbeitet werden. Dennoch kann er reiten, spielt Fußball und trainiert beim Papa Taekwondo.
Obwohl sich die Volksschullehrerin sehr kümmert, muss Paul besonders kämpfen. Denn: "Er muss dieselbe Leistung bringen, wie alle". Da er nur zu 50 Prozent "behindert" ist, besteht kein Anspruch auf Hilfe. "Das ist ein Missstand", zeigt seine Mutter auf und gründete jetzt den Verein "CVI Österreich". Auch auf Social Media macht sie auf die seltene Krankheit aufmerksam.