Wien will ab 1. Jänner 2027 sämtliche Altkleidercontainer auf öffentlichem Grund verbieten. Grund dafür sind vermüllte Gehsteige, herumliegende Kleidung und zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung. Für die Stadt ist klar: Die Boxen sollen weg.
Doch von einem großen Betreiber kommt heftiger Gegenwind. Das Recycling-Unternehmen ÖPULA kündigt an, die Container nicht kampflos aufzugeben – und notfalls rechtlich gegen die Stadt vorzugehen.
Laut ÖPULA bestehen für viele Standorte gültige Bewilligungen – teilweise mit Laufzeiten bis 2035. Die Stadt Wien widerspricht und betont, dass mit der neuen Regelung auch bestehende Genehmigungen widerrufen werden sollen.
Für den geschäftsführenden Gesellschafter Kurt Willheim ist das nicht akzeptabel. Er kündigt Widerstand an: "Wenn es einen Passus gibt im Bescheid, dass man den widerrufen kann, kann man sicher dagegen vorgehen – das würden wir machen. Seit 50 Jahren sind wir im Geschäft und dann kommen irgendwelche Stadträte daher und wollen uns das verbieten." Damit steuert der Konflikt offenbar auf eine rechtliche Auseinandersetzung zu.
Allein ÖPULA betreibt nach eigenen Angaben rund 1.500 Container in Wien. Entsprechend kritisch sieht das Unternehmen die Maßnahme. "Nur weil die Stadt ein Problem nicht in den Griff bekommt, kann es nicht sein, dass private Betreiber dafür herhalten müssen", so Willheim.
Das Unternehmen erkennt schwierige Situationen mit Müll rund um einzelne Standorte zwar an, betont aber eigene Maßnahmen: Ein Räumdienst sorge dafür, dass gemeldete Verschmutzungen innerhalb von 24 Stunden beseitigt werden. Auch Humana verwies bereits auf bestehende Bewilligungen der Stadt Wien. Dem Betreiber sei Anfang des Jahres noch ein Weiterbetrieb bis 2028 in Aussicht gestellt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.