"Man fällt in ein Loch"

Nach Krebsdiagnose – Vierfach-Mama verliert Job

Krebs, Jobverlust und jahrelange Arbeitslosigkeit: Für Marion M. aus Wien war der Weg zurück ins Berufsleben alles andere als leicht.
Hannah  Maier
01.05.2026, 14:31
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Es ist ein Weg, der alles andere als einfach war. Marion M. hat in den letzten Jahren einiges durchgemacht: Krankheit, Arbeitslosigkeit und lange Phasen der Unsicherheit. Heute steht sie wieder im Berufsleben – und blickt dankbar zurück auf jene, die ihr dabei geholfen haben.

2019 veränderte sich ihr Leben schlagartig: Krebsdiagnose. Es folgten lange Monate der Behandlung und Rehabilitation. Doch auch nach der Genesung bleibt der Weg schwierig.

"Man fällt in ein Loch"

Zweieinhalb Jahre lang war sie beim AMS gemeldet, ohne echte Chance auf einen Job. Dabei hat sie bereits lange Berufserfahrung gesammelt – 20 Jahre war sie im selben Unternehmen tätig. Nach der Krankheit wurde sie dort jedoch nicht mehr aufgenommen.

"Ich habe zuvor 'nur' in der Reinigung gearbeitet, nicht mal in dem Bereich habe ich einen Job gefunden", erzählt die 53-Jährige. Die Zeit zuhause, kombiniert mit der Jobsuche, wurde zur Belastungsprobe: "Es war fürchterlich, man fällt in ein Loch, man kommt nicht heraus und es wird von Tag zu Tag schwieriger."

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Caritas hilft Vierfach-Mama

Als Mutter von vier Kindern war die Situation besonders belastend. Doch dann kommt die Wende: Sie kam zur Caritas SÖB, die langzeitarbeitslosen Frauen und Männern Hilfestellung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt anbietet.

Auf der 15. Jobmeile konnten sich die Besucher beraten lassen.
Heute

"Die Caritas ist immer unterstützend gewesen, vom ersten Tag an, als ich in dieses Projekt gekommen bin. Niemand hat mich im Stich gelassen und sie haben sich so lange bemüht, bis ich einen fixen Job hatte. Dafür bin ich ewig dankbar", erzählt die Wienerin.

Nach über 4 Jahren endlich wieder im Job

Über diesen Weg gelang der Neustart: Zunächst arbeitete sie 25 Stunden, inzwischen ist sie in Vollzeit mit 39 Stunden im Caritas Pflegehaus Schönbrunn beschäftigt – als Reinigungskraft. Marion ist zufrieden: "Super Job, angenehme Leute, tolles Team." Für sie ist klar: Ohne die Unterstützung solcher Programme wie von der Caritas wäre der Wiedereinstieg kaum möglich gewesen. "Deswegen finde ich so Organisationen super und hoffe, dass die bestehen bleiben", sagt sie.

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