Einem Spaziergänger stockte vor Kurzem der Atem im ansonsten ruhigen Kurpark Oberlaa in Wien-Favoriten. Vier Jugendliche sprangen angeblich über den Zaun des Tiergeheges, sollen dort Tiere gejagt haben. Der Wiener war gerade mit seinem Hund bei dem beliebten Tiergehege vorbeigekommen, als er die Burschen – geschätzt zwischen 13 und 16 Jahren dort einsteigen sah.
Der Hundebesitzer zeigte Zivilcourage, forderte die Burschen auf, das Gehege sofort zu verlassen. "Daraufhin sind die mit äußerster Gewalt auf den Mann losgegangen!", berichtet der Tierschutzverein "Hunde-Such-Hilfe" auf Facebook. Die Burschen sollen den Mann mit einem Schlagstock attackiert, mit einem Messer bedroht haben.
Der Wiener blieb verletzt im Kurpark liegen. Die vier Jugendlichen sollen auf Leihrädern geflüchtet sein, Zeugen riefen Polizei und Rettung. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei schon am Samstag (23.5.) um 7.15 Uhr.
"Polizisten der Polizeiinspektion Ada-Christen-Gasse wurden zum Tiergehege im Bereich Laaer-Berg-Straße im Bezirk Favoriten beordert", so eine Polizeisprecherin auf Anfrage von "Heute". "Vor Ort trafen die Beamten auf einen Mann (57) mit einer blutenden Kopfwunde." Das Opfer wurde bereits von einem Rettungsdienst versorgt. "Den Beamten gegenüber gab der Verletzte an, er sei bei einer Gassirunde auf vier Jugendliche aufmerksam geworden, die im Tiergehege Unfug getrieben hätten. Als er diese aufforderte, das Gehege zu verlassen, sei er mit einem Messer bedroht und einem Schlagstock attackiert worden."
Anschließend seien die Jugendlichen auf Fahrrädern geflüchtet. Nachdem der Wiener die Jugendlichen beschrieben hatte, wurde eine Sofortfahndung eingeleitet. Diese brachte allerdings keinen Erfolg. Weitere Ermittlungen sind im Gange. Tiere seien zum Glück nicht zu Schaden gekommen, auch ist der Wiener Polizei kein Fall von Tierquälerei im Kurpark Oberlaa bekannt.