Es ist derzeit noch ein Verdachtsfall, dennoch löst er einen Schock aus: In Linz wurde eine Frau mit Ebola-Verdacht ins Spital eingeliefert. Die Patientin flog am Montag aus Uganda zurück nach Österreich, am Mittwoch zeigten sich erste Symptome.
Jetzt wird ein strenger Notfall-Plan durchgegangen. Die Frau wurde heute mit einem Spezialfahrzeug nach Wien gebracht, Ziel war die Klinik Favoriten (ehemals das „Kaiser Franz-Josef-Spital“).
Aus der Klinik heißt es zu "Heute": "Die Aufnahme in der Klinik Favoriten erfolgte unter höchsten Sicherheits- und Hygienestandards durch unsere Experten der Infektiologie. Nach dem Transport wird das Fahrzeug im Hygiene-Zentrum des Gesundheitsdienstes dekontaminiert und es besteht keine Gefahr."
Hier in Favoriten gibt es eine spezialisierte Isolierstation, nach modernsten Kriterien auf der Abteilung für Infektiologie. Auch eine eigene Intensivstation gibt es hier. "Es gibt klar definierte Abläufe, die regelmäßig trainiert und laufend weiterentwickelt werden. Gemeinsam mit den Blaulichtorganisationen absolvieren unsere Teams regelmäßig Übungen, um im Ernstfall rasch, professionell und sicher handeln zu können."
"Es kann hier garantiert werden, dass das Virus nicht entkommen kann", sagt Virologe Norbert Nowotny zur Überstellung der Patientin.
"Gleichzeitig beginnt das aus Pandemiezeiten bekannte 'Contact-Tracing'", sagt Nowotny. Alle Personen, mit denen die Reisende Kontakt hatte, werden geprüft, "sollte sie mit einigen auch körperlichen Kontakt gehabt haben, dann werden wohl auch die isoliert." Als Regel gilt: Der Abstand zu einem Ebola-Patienten muss größer als zwei Meter sein, dann ist man sicher.
Sollte sich der Ebola-Verdacht bestätigen, kann die Isolation auch mehrere Wochen lang dauern. Sie darf erst hinaus, wenn keine Viren mehr in ihren Körperflüssigkeiten messbar sind – dann ist sie nicht mehr ansteckend.