In Oberösterreich gibt es einen Ebola-Verdachtsfall. Eine Person – wie "Heute" erfahren hat, handelt es sich um eine Frau – wurde am Mittwoch wegen Krankheitssymptomen zur stationären Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Brisant: Sie war erst am Montag aus Uganda zurückgekehrt. Dort sind zuletzt Ebola-Fälle aufgetreten.
Die Gesundheitsbehörden reagierten sofort. Die Patientin wurde nach den medizinischen Leitlinien isoliert und behandelt. Eine erste Blutprobe brachte vorerst Entwarnung: Eine Ebola-Infektion wurde nicht nachgewiesen.
Ganz abgeschlossen ist der Fall aber noch nicht. Der erste Befund muss laut Landessanitätsdirektion und Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung noch durch eine zweite Probe bestätigt werden. Bis dahin bleibt die Person weiter in isolierter Spitalsbehandlung.
Noch am Mittwochabend starteten die Behörden das Kontaktpersonenmanagement. Der Gesundheitszustand der Patientin wird vom Behandlungsteam als stabil eingeschätzt. In den nächsten Stunden soll die Person mit einem speziellen Infektionstransport in eine Spezialklinik nach Wien gebracht werden.
Ebola – so gefährlich ist das Killer-Virus
Die lebensgefährliche Infektionskrankheit wird durch Ebola-Viren ausgelöst. Je nach Virus-Typ endet die Erkrankung in 25 bis 90 Prozent der Fälle tödlich.
▶ Ansteckung: Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten infizierter Menschen übertragen – auch Verstorbene können noch ansteckend sein.
▶ Inkubationszeit: Erste Symptome treten meist 8 bis 10 Tage, spätestens aber nach 21 Tagen auf. Ansteckend sind Erkrankte erst mit Beginn der Symptome.
▶ Symptome: Zunächst ähnelt Ebola einer schweren Grippe mit hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schwäche. Später folgen Erbrechen, Durchfall, Organstörungen und teils schwere innere sowie äußere Blutungen. In schweren Fällen kommt es zu Multiorganversagen.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen übertragen. Die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen. In Zentralafrika hatte sich die Lage zuletzt zugespitzt, auch aus Uganda wurden Fälle gemeldet.