Die SPÖ will, wie sie zuletzt bekanntgab, gegen die wachsende Zwei-Klassen-Medizin vorgehen zu wollen. Hintergrund sind lange Wartezeiten und die hohe Zahl an privat Krankenversicherten.
Laut den Sozialdemokraten habe die aktuelle Regierung ein System übernommen, in dem es rund 400 Kassenpraxen weniger gebe. Die Zahl der Privatärzte sei hingegen um rund 40 Prozent gestiegen.
Angesichts der Versorgungsnot gibt es jetzt gute Neuigkeiten aus Wels (rund 65.000 Einwohner): Mit dem neuen dermatologischen Ambulatorium in der Römerstraße 80a werde die medizinische Infrastruktur "bedeutend ausgebaut", heißt es seitens der Stadt.
Die Details: Ab Oktober 2026 sollen drei Hausarzt-Kassenstellen zur Verfügung stehen. Der zuständige rote Vizebürgermeister Klaus Schinninger spricht von einer "nachhaltigen Stärkung" der wohnortnahen Betreuung von Patienten aus Wels und der gesamten Region.
Die Dermatologie zähle zu den Bereichen, in denen der Bedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei, so der Politiker. Mit der neuen Einrichtung schaffe man ein wichtiges öffentliches Gesundheitsangebot auf Kassenbasis. Das von der Gesundheitskasse initiierte Ambulatorium werde einen niederschwelligen Zugang ermöglichen.
Geplant sind demnach u.a. Leistungen in der Hautkrebsvorsorge, der Behandlung chronischer Erkrankungen, der Kinderdermatologie, der Allergologie und der modernen Wundversorgung. Besonders hervorzuheben sei laut Schinninger die Einbindung des neuen Angebots in den bereits bestehenden Gesundheitsstandort rund um das Primärversorgungszentrum St. Anna.