"Missverständnis"

Heftige Vorwürfe gegen KTM – so reagiert Bike-Produzent

Nach schweren Vorwürfen wegen angeblicher Manipulationen an Enduro-Motorrädern weist KTM jetzt alle Anschuldigungen entschieden zurück.
Österreich Heute
27.05.2026, 09:31
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die schweren Vorwürfe gegen KTM sorgen weiter für Aufsehen. Nachdem ein internationales Recherchenetzwerk dem Motorradhersteller Verstöße gegen Abgasvorschriften vorgeworfen hatte, reagiert das Unternehmen nun ausführlich auf die Anschuldigungen.

Die KTM AG betont, dass alle Motorräder "ausschließlich im Einklang mit den geltenden europäischen Vorschriften" verkauft würden. Die Aufruhr beruhe laut Unternehmen auf einem "fundamentalen Missverständnis".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Umbau nach Kauf für mehr Leistung

Im Zentrum der Kritik stehen Enduro-Modelle. Laut Recherchen von Medien wie "Spiegel", ORF und "Standard" sollen Motorräder oft direkt nach der Auslieferung entdrosselt worden sein, um mehr Leistung zu erzielen. Ein Whistleblower sprach dabei von einem "offenen Geheimnis". Untersuchungen hätten ergeben, dass manipulierte Motorräder deutlich mehr Schadstoffe und Lärm ausstoßen sollen als erlaubt.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

KTM widerspricht den Vorwürfen deutlich. Enduro-Modelle seien in erster Linie Sportgeräte, dürften im homologierten Zustand aber legal auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Genau das sei laut KTM notwendig, damit die Maschinen an offiziellen Wettbewerben teilnehmen können.

"Sämtliche KTM-, Husqvarna- und GASGAS-gebrandeten Enduro-Modelle verlassen unser Werk ausschließlich in straßenzulassungsfähigem, homologiertem Zustand", erklärt das Unternehmen.

Umbauten für den Renn- oder Geländeeinsatz würden erst nach dem Kauf auf Wunsch der Kunden durch Fachhändler durchgeführt. Käufer würden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dadurch die Straßenzulassung erlischt und die Motorräder dann nicht mehr im öffentlichen Verkehr gefahren werden dürfen.

Auch bei den Umweltvorwürfen versucht KTM zu relativieren. Laut Unternehmen verursachen Motorräder in Deutschland nur rund 0,3 Prozent der gesamten CO2-Emissionen. Enduro-Wettbewerbsmodelle würden davon nur einen kleinen Teil ausmachen und seien zudem nur wenige Stunden pro Jahr im Einsatz.

Das Recherchenetzwerk fordert unterdessen strengere Regeln und Ermittlungen gegen KTM.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.05.2026, 09:31
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen