Der US-Mediziner Peter Stafford aus Virginia hatte sich bei seiner Arbeit in einem kleinen Krankenhaus in Niakunde im Kongo angesteckt. Am Wochenende entwickelte er erste Symptome, der Test am Sonntag fiel positiv aus.
Die US-Regierung organisiert den Transport von Uganda nach Deutschland mit einem speziellen Flugzeug für hochinfektiöse Patienten. Zusammen mit dem Arzt sollen auch sechs Kontaktpersonen – offenbar seine Familie – nach Berlin gebracht werden.
Wie der "Spiegel" berichtet, hat das deutsche Gesundheitsministerium bestätigt, dass der Patient auf einer Sonderisolierstation der Charité versorgt wird. Die USA hätten die Bundesregierung um Hilfe gebeten, da die Flugzeit kürzer sei und Deutschland Erfahrung in der Behandlung von Ebola-Patienten habe.
Für andere Patienten der Charité oder die Bevölkerung bestehe keinerlei Gefahr, so das Ministerium. Die Station sei baulich und organisatorisch vom regulären Klinikbetrieb getrennt. Der Transport vom Flughafen BER zur Klinik erfolgt mit einem speziellen Infektions-Rettungswagen.
Die WHO hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auslöser ist die seltene Virusvariante Bundibugyo, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Im Kongo sind bereits mehr als 130 Menschen an der Seuche gestorben.