Die Ukraine hatte den Krieg am vergangenen Wochenende weit nach Russland hineingetragen. Sogar in Moskau selbst schlugen Drohnen ein. Dies führte nun dazu, dass sich Russland mit einem NATO-Staat anlegt.
Demnach ist der russische Auslandsgeheimdienst SWR davon überzeugt, dass Lettland der Ukraine bei den Angriffen geholfen hätte. Konkret geht es bei den Vorwürfen darum, dass die ukrainischen Drohnen von lettischem Territorium aus abgeschossen worden seien, berichtet "Bild".
Lettlands Präsident Edgars Rinkēvičs bezeichnete diese Darstellung als "Lüge" und versicherte, dass es keine ukrainischen Drohnen auf lettischem Boden gebe. Moskau scheint diese Aussage jedoch egal zu sein – es folgten öffentliche Drohungen.
Seitens der Russen hieß es, dass ihnen die "Koordinaten der Entscheidungszentren" Lettlands bekannt seien. Russland bezeichnete Lettland als "Helfer von Terroristen" und drohte mit einer "gerechten Vergeltung", vor der den Staat auch nicht seine NATO-Mitgliedschaft retten könnte.
Erst am 7. Mai drangen Drohnen in den lettischen Luftraum ein, zwei von ihnen seien auf dem Staatsgebiet des NATO-Landes abgestürzt. Was folgte, war die Aktivierung der Luftabwehr und eine Warnung an die Bevölkerung per SMS. Bei den Objekten habe es sich um ukrainische Drohnen gehandelt. Kiew betonte, dass Moskau diese absichtlich durch Störsignale Richtung Lettland abgeleitet hätte.
Der Schaden war unabhängig der Zugehörigkeit der Drohnen aber schon angerichtet. Aufgrund von Vorwürfen der Versäumnisse bei der Drohnenabwehr musste der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds den Hut nehmen. Dies hatte einen Zusammenbruch der Regierungskoalition zufolge. Auch Regierungschefin Evika Silina trat zurück, woraufhin die Regierung als gescheitert galt.