Am Mittwoch wurde ein Schornstein des estnischen Kraftwerks Auvere nahe der russischen Grenze von einer Drohne getroffen. Der Geheimdienst des NATO-Landes macht zunächst Russland dafür verantwortlich.
Am Nachmittag dann die brisante Wende! Das Flugobjekt kam zwar aus russischem Luftraum, wurde aber offenbar von der Ukraine abgefeuert. Bei dem Vorfall beim Kraftwerk seien keine Menschen verletzt worden.
Auch in Lettland explodierte eine Drohne, die aus dem russischen Luftraum kam. Wie die Ministerpräsidentin des NATO-Staates, Evika Silina, auf X bekannt gab, soll auch sie aus der Ukraine abgefeuert worden sein.
Ziel der Flugobjekte soll wohl der russische Ostseehafen Ust-Luga gewesen sein. Dieser wurde in der Nacht auf Mittwoch von der Ukraine mit Drohnenschwärmen überzogen. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, soll es zu Bränden gekommen sein.
Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge habe man 398 feindliche Langstreckendrohnen über mehreren Teilen Russlands abgefangen. Es sei der bisher heftigste Drohnenangriff der Ukraine gewesen.
Bereits am Montag war eine ukrainische Drohne in einem See nahe der Stadt Varena im Süden Litauens abgestürzt, als die ukrainischen Streitkräfte den russischen Hafen Primorsk nahe der finnischen Grenze angegriffen hatten.
Im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren im Luftraum europäischer Nato-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden, unter anderem auch in Deutschland. Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen.