Bereits 131 Tote

Ebola-Epidemie eskaliert: Notstand in ganz Afrika

Die Ebola-Lage in Afrika eskaliert weiter: Für den gesamten Kontinent wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Bereits 131 Menschen starben am Virus.
Newsdesk Heute
19.05.2026, 11:59
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Die Ebola-Epidemie in Afrika spitzt sich dramatisch zu: Wegen der Ausbreitung in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda hat die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union den Gesundheitsnotstand für den gesamten Kontinent ausgerufen.

In einer Erklärung vom Montagabend warnte die Africa CDC vor einem "hohen Risiko einer regionalen Ausbreitung". Als Gründe nennt die Behörde unter anderem den "intensiven grenzüberschreitenden Personenverkehr" sowie die "Mobilität im Zusammenhang mit Bergbauaktivitäten".

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WHO ruft zweithöchste Alarmstufe aus

Zusätzlich erschweren laut der Behörde die unsichere Lage in den betroffenen Regionen, mangelnde Maßnahmen zur Infektionsprävention und die Nähe zu Ruanda und dem Südsudan die Eindämmung der Krankheit. Die Africa CDC arbeite eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen, um die internationalen Maßnahmen besser zu koordinieren.

Bereits am Wochenende hatte die WHO wegen der Epidemie eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen – die zweithöchste Alarmstufe der Organisation. Das Zentrum des Ausbruchs liegt in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Uganda und dem Südsudan. Für Dienstag setzte die WHO eine Krisensitzung an.

Der Chef der Africa CDC, Jean Kaseya, sprach von "einem der komplexesten Einsatzgebiete des Kontinents". Die Region sei geprägt "durch Unsicherheit, Bevölkerungsbewegungen, fragile Gesundheitssysteme und die begrenzte Verfügbarkeit medizinischer Gegenmaßnahmen".

Unterdessen meldete der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba einen deutlichen Anstieg der Todesfälle. Nach aktuellen Angaben starben bereits 131 Menschen an dem Virus, insgesamt wurden 513 Verdachtsfälle registriert. Zuletzt waren noch 91 Todesopfer und 350 Infektionen gemeldet worden.

Die aktuelle Epidemie wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus ausgelöst. Gegen diese Form gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate liegt laut Behörden bei 30 bis 50 Prozent.

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