80 Tote, keine Impfung

Ebola ist zurück! WHO ruft internationale Notlage aus

Die WHO ruft wegen eines Ebola-Ausbruchs in Kongo und Uganda Alarmstufe zwei aus. Über 80 Tote, keine Impfung, hohe Sterblichkeitsrate.
Newsdesk Heute
17.05.2026, 07:12
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ausbruchs einer seltenen Ebola-Variante in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit mehr als 80 Toten ihre zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Beim aktuellen Ausbruch der "Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus" handelt es sich laut WHO um eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite". Die Kriterien für die höchste Alarmstufe, also eine Pandemie, sind bisher aber nicht erfüllt.

In der DR Kongo sind laut der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) bereits 88 Menschen gestorben, die vermutlich mit dem Bundibugyo-Virus infiziert waren. Insgesamt gibt es fast 336 Verdachtsfälle. Die WHO warnt allerdings, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher sein könnten. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) spricht von einer "äußerst besorgniserregenden" Ausbreitung und bereitet eine "groß angelegte Hilfsaktion" vor.

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Keine Impfung, keine Behandlung

Gegen den Bundibugyo-Stamm gibt es "weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung", so der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba. "Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann."

Der Ebola-Ausbruch wurde am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri gemeldet. Auch im benachbarten Uganda ist ein Mann an Ebola gestorben, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.

Hohe Tödlichkeitsrate

Ebola verläuft oft tödlich. Bei früheren Epidemien sind zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Die Betroffenen leiden unter Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall, inneren Blutungen und am Ende Organversagen. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den letzten 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.

Der aktuelle Ausbruch ist bereits die 17. Ebola-Epidemie in der DR Kongo. Zuletzt gab es im vergangenen August einen Ausbruch, bei dem 34 Menschen starben. Der bislang schwerste Ausbruch in der DR Kongo war zwischen 2018 und 2020, damals wurden rund 2300 Todesfälle verzeichnet.

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