Ernährung

Jeden Tag Erdäpfel - das macht es mit dir

Die Knolle ist aus der Küche kaum wegzudenken. Doch was passiert wirklich, wenn man täglich Kartoffeln isst? Und wie viele sind zu viel?
Heute Life
04.05.2026, 16:04
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Erdäpfel galten wegen der vielen Kohlenhydrate lange als Dickmacher. Doch tatsächlich bestehen sie zu 75 Prozent aus Wasser und haben nur 70 Kilokalorien pro 100 Gramm - weniger als Reis, Nudeln oder Brot.

Die Stärke in Kartoffeln ist dabei kein Nachteil: Sie liefert wichtige Energie für Gehirn und Muskeln. Besonders interessant: Ein Teil davon ist sogenannte resistente Stärke, die wie ein Ballaststoff wirkt und länger satt hält.

Wie utopia.de berichtet, haben Erdäpfel eine Menge zu bieten: Vitamin C, vergleichbar mit dem von Äpfeln, hochwertiges Protein sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium.

Zwei Erdäpfel pro Tag können Leben verlängern

Eine norwegische Langzeitstudie mit 77.000 Probanden über 40 Jahre zeigt: Wer mindestens zwei Kartoffeln täglich isst, hat eine um zwölf Prozent niedrigere Sterblichkeitsrate. Für je 100 Gramm Erdäpfel pro Tag reduzierte sich das Risiko um vier Prozent.

Kartoffeln unterstützen auch die Darmgesundheit. Die resistente Stärke landet unverdaut im Dickdarm und dient dort als Nahrung für wichtige Darmbakterien.

Aber Vorsicht bei Pommes und Chips

Nicht alle Zubereitungsarten sind gleich gesund. Eine Studie zeigte: Drei Portionen Pommes pro Woche erhöhen das Diabetes-Risiko um fast 20 Prozent. Auch Chips können mit dem potenziell krebserregenden Acrylamid belastet sein.

Bei grünen Stellen oder Keimen ist Vorsicht geboten - hier steigt der Solanin-Gehalt. Dieser natürliche Stoff kann bei übermäßigem Verzehr zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall führen.

Wie viele Erdäpfel sind ideal?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 250 Gramm Kartoffeln pro Woche. Die individuelle Menge hängt aber von Vorlieben und Energiebedarf ab. Wichtig ist vor allem eine abwechslungsreiche Ernährung.

Am besten greifst du zu Bio-Erdäpfeln - hier sind chemisch-synthetische Keimhemmungsmittel verboten und Pestizidrückstände praktisch nicht vorhanden. Pellkartoffeln oder Kartoffelsalat sind die schonendsten Zubereitungsarten.

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