Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kehrt nicht nur die Lust auf leichte Küche zurück, sondern auch ein echter Klassiker auf dem Teller: Spargel. Kaum ein Gemüse wird so sehnsüchtig erwartet wie die Stangen, die jedes Jahr nur für kurze Zeit erhältlich sind. Ob klassisch mit Sauce hollandaise, modern im Salat oder einfach pur – Spargel ist mehr als nur ein saisonales Highlight: Er gilt auch als echtes Superfood.
Spargel überzeugt nicht nur geschmacklich, sondern auch gesundheitlich: Das Gemüse besteht zu rund 93 Prozent aus Wasser und ist damit besonders leicht. Gerade einmal etwa 150 Kalorien pro Kilogramm machen ihn zur idealen Wahl für eine bewusste Ernährung.
Gleichzeitig steckt Spargel voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe: Er liefert unter anderem Vitamin C sowie die B-Vitamine B1 und B2. Dazu kommen Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Folsäure, der vor allem für Schwangere eine wichtige Rolle spielt.
Ein entscheidender Bestandteil im Spargel ist Stickstoff, der die Nierentätigkeit anregt und harntreibend wirkt: Dadurch kann der Körper überschüssige Stoffe schneller ausscheiden. Außerdem enthält das Gemüse zahlreiche Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen und somit den Zellschutz unterstützen. Auch die Verdauung profitiert: Die enthaltenen Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmtätigkeit.
Ein weiterer Vorteil: Der hohe Kaliumgehalt kann helfen, den Blutdruck zu senken. Außerdem gilt Spargel wegen seiner entwässernden und entzündungshemmenden Wirkung als hilfreiches Mittel bei einem Kater.
So gesund Spargel auch ist – ständig essen sollte man ihn auch nicht: Menschen mit Nierenerkrankungen sollten vor dem Verzehr ärztlichen Rat einholen, da die harntreibende Wirkung die Nieren zusätzlich belasten kann.
Zudem enthält Spargel sogenannte Purine: Diese werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Bei zu hoher Aufnahme kann der Körper jedoch überfordert sein, was im schlimmsten Fall zur Bildung von Harnsäurekristallen führt. Diese lagern sich in den Gelenken ab und können Gicht auslösen.
Allerdings gilt: Um für gesunde Menschen problematische Mengen zu erreichen, müsste man täglich mehrere Kilogramm Spargel essen. Dennoch raten Experten dazu, das Gemüse in Maßen zu genießen und auf Begleiter wie Fleisch oder Alkohol möglichst zu verzichten.
Während weißer Spargel als Klassiker gilt, gewinnt die grüne Variante zunehmend an Beliebtheit: Sie ist nicht nur einfacher in der Zubereitung, da sie nicht geschält werden muss, sondern auch oft günstiger.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht hat grüner Spargel die Nase leicht vorn: Er enthält mehr Vitamin B, Vitamin C und Folsäure. Weißer Spargel punktet hingegen mit einem etwas höheren Ballaststoffgehalt. Insgesamt sind jedoch beide Varianten gesund und liefern wertvolle Nährstoffe.