Wie gut können Volksschüler in Oberösterreich lesen, rechnen und Texte schreiben? Das zeigt die sogenannte individuelle Kompetenzmessung plus (iKM plus). Dabei werden in der 3. und 4. Schulstufe die Fähigkeiten in Mathematik sowie in Deutsch getestet - also Lesen, Zuhören und das Verfassen von Texten.
Heuer wurde erstmals ein Bundesergebnisbericht veröffentlicht. Er fasst die Ergebnisse aus drei aufeinanderfolgenden Schuljahren zusammen und zeigt, wie gut Schüler am Ende der Volksschule die Bildungsstandards erreichen.
In Mathematik erreichen oder übertreffen österreichweit 84 Prozent der Kinder die Standards. Beim Lesen schaffen das 59 Prozent, beim Zuhören 65 Prozent. Am schwierigsten fällt vielen das Schreiben: Nur 43 Prozent erreichen hier die Vorgaben.
Auch innerhalb Oberösterreichs zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders gut schneidet Leonding ab. Die Stadt liegt sowohl in Mathematik als auch bei den Deutsch-Kompetenzen im oder über dem Landesdurchschnitt.
Ganz anders sieht es in Wels und Traun aus. In Mathematik liegt der oberösterreichische Schnitt bei 502 Punkten. Wels kommt nur auf 449 Punkte, Traun auf 461. Auch bei Deutsch liegen beide Städte deutlich zurück: Während der Landesschnitt bei 504 Punkten liegt, erreicht Wels 444 Punkte und Traun 458.
Das Bildungsministerium bewertet die Entwicklung insgesamt dennoch positiv. Trotz der Corona-Schulschließungen und Veränderungen bei der Schülerstruktur hätten sich die Leistungen zuletzt verbessert - besonders in Mathematik. Bildungsminister Christoph Wiederkehr betont: Die Daten müssten jetzt gezielt genutzt werden, um Unterricht und Schulen weiter zu verbessern.