Es war ein Kulturschock am Würstelstand: Im Jänner stellte Mike Lanner seine Würstelstände auf vegane Speisen um – Anlass war der "Veganuary". Puristen waren empört, doch das Konzept ging auf.
Seit Dienstag steht in diesen Betrieben allerdings wieder Fleisch am Menü. An den Standorten in der Pfeilgasse (Josefstadt) und bei der U4-Station Spittelau werden Bio-Fleischwürste verkauft. Ab jetzt heißt es: hauptsächlich vegan, aber mit weniger Fleisch als früher.
"Die Option vegan zu bleiben war am Tisch. Damit erreichst du aber nur die, die davon schon überzeugt sind. Ich denke, dass wir so mehr Menschen mitnehmen und die Mitte verschieben können", sagt Lanner im Kurier.
Ein fixer Teil der Karte bleibt auch künftig vegan. Die vegane Currywurst bleibt dauerhaft. Das beliebte Backhendl aus Austernpilzen sowie der Hotdog "Veganer Vogel" werden vorläufig ausgesetzt.
Neu dazu kommt ein veganer Hotdog mit Krenmayo und Sauerkraut. Außerdem gibt es Aufstrichbrote mit Grammelschmalz, Leberwurst oder Pilzpâté sowie Lumpa-Salat, eine Variante des Vorarlberger Wurstsalats, so der Kurier.
Finanziell hat sich das vegane Experiment laut Lanner gelohnt. Am Standort in der Pfeilgasse sei der Umsatz im Jänner und Februar sogar tendenziell gestiegen. Auch das Trinkgeld fiel an beiden Ständen höher aus.
Auffällig war auch das Publikum: Viele Gäste kamen ganz bewusst vorbei, darunter mehr Frauen.