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Alarm um Todes-Virus in Asien – jetzt meldet sich EU

Nach zwei bestätigten Nipah-Fällen in Indien sieht die EU-Gesundheitsbehörde ECDC aktuell keine ernsthafte Gefahr für Europa.
Newsdesk Heute
29.01.2026, 22:40
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Nach zwei bestätigten Nipah-Infektionen in Indien gibt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC vorerst Entwarnung für Europa. Die Gefahr, dass sich Menschen hierzulande mit dem gefährlichen Virus anstecken, wird als äußerst gering eingeschätzt.

Zwar könne nicht völlig ausgeschlossen werden, dass das Virus durch Reisende nach Europa gelangt, insgesamt sei dieses Szenario jedoch wenig wahrscheinlich. Das teilte die europäische Seuchenschutzbehörde mit Sitz in Stockholm am Donnerstag mit.

Ein weiterer Grund für die niedrige Risikobewertung: Die sogenannten Flughunde, die als natürliche Überträger des Nipah-Virus gelten, sind in Europa nicht heimisch. Selbst im Fall einer Einschleppung sei daher eine weitere Verbreitung kaum zu erwarten.

Sterblichkeitsrate bei bis zu 75 Prozent

Auslöser der Einschätzung sind zwei bekannt gewordene Infektionen im indischen Bundesstaat Westbengalen. Nach Angaben der dortigen Behörden handelt es sich bei den Erkrankten um Beschäftigte desselben Krankenhauses. Insgesamt wurden 196 mögliche Kontaktpersonen identifiziert – alle Tests fielen negativ aus.

In mehreren südostasiatischen Staaten reagierten die Behörden dennoch vorsorglich. Länder wie Singapur, Thailand und Malaysia haben ihre Einreisekontrollen verschärft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beziffert die Sterblichkeitsrate bei einer Nipah-Erkrankung auf 40 bis 75 Prozent. Einen Impfstoff oder eine gezielte Therapie gibt es bislang nicht.

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