Tom Homan trat am Mittwoch in Minneapolis erstmals vor die Presse. Dort erklärte er, dass er solange bleiben werde, „bis das Problem gelöst ist“. Laut "20 Minuten" hat Homan die Bundesbehörden für Einwanderung bereits beauftragt, einen Plan für einen möglichen Rückzug der Einsatzkräfte in Minnesota auszuarbeiten. Im Gegenzug müssten die örtlichen Behörden jedoch kooperieren.
Homan betonte, dass er auf Wunsch von Präsident Donald Trump nach Minnesota gekommen sei, um die Lage zu verbessern. „Ich bin nicht nach Minnesota gekommen für Fototermine oder Schlagzeilen“, stellte Homan klar. „Ich bin hier, um Lösungen zu finden, und genau das werden wir tun.“
Er gab zu, dass die Maßnahmen der Einwanderungsbehörden nicht „perfekt“ gewesen seien. Gleichzeitig versprach er, dass jeder Bundesbeamte, der sich nicht professionell verhält, „wie jede andere Bundesbehörde zur Rechenschaft gezogen werden“ würde.
Mit diesen Worten sprach Homan offen Fehler bei der Durchsetzung der Migrationspolitik an – etwas, das viele Regierungsvertreter bisher vermieden hatten. Gleichzeitig kündigte er an, dass es bereits Änderungen geben werde.
„Der Präsident will niemanden sterben sehen. Ich will niemanden sterben sehen“, sagte Homan am Ende der Medienkonferenz. Damit bezog er sich wohl auf die tödlichen Schüsse durch ICE-Beamte, bei denen zuletzt die dreifache Mutter Renee Nicole Good und der Krankenpfleger Alex Pretti ums Leben gekommen sind.
Auch wenn Homan betont, dass sich die Einsätze auf kriminelle und als gefährlich eingestufte Personen konzentrieren sollen, bleibt für alle, die illegal über die Grenze gekommen sind, das Risiko einer Abschiebung bestehen.