Unbewaffnete Frau erschossen

Proteste gegen ICE – Trump-Regierung setzt auf Härte

Die Proteste gegen ICE-Beamte weiten sich nach den Todesschüssen in Minneapolis aus. Die US-Regierung entsendet nun Hunderte weitere Beamte.
Newsdesk Heute
11.01.2026, 22:56
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Angesichts der Proteste gegen die Einwanderungspolizei ICE wegen der tödlichen Schüsse auf die 37-jährige Renee Nicole Good in Minneapolis verstärkt die US-Regierung das Sicherheitsaufgebot in der Stadt.

Hunderte zusätzliche Bundespolizisten würden am Sonntag und Montag nach Minneapolis geschickt, sagte Heimatschutzministerin Kristi Noem dem Sender Fox News. Es müsse dafür gesorgt werden, dass "unsere ICE- und Grenzschutzbeamten, die in Minneapolis im Einsatz sind, dort sicher arbeiten können".

Beamte sollen hart durchgreifen

Sie kündigte ein hartes Durchgreifen an: "Wenn Einzelpersonen Gewalt gegen die Ordnungskräfte ausüben oder unsere Einsätze behindern, ist das eine Straftat, und wir werden sie für die Folgen zur Verantwortung ziehen".

Noem hatte zuvor behauptet, die oppositionellen Demokraten hätten die Demonstranten zu Gewalt gegen Beamte der Einwanderungspolizei angestachelt. "Sie haben die Öffentlichkeit aufgehetzt", sagte die Ministerin dem Sender CNN. "Sie haben zu den Zerstörungen und Gewalttaten ermutigt, die wir in den letzten Tagen in Minneapolis gesehen haben."

Ein ICE-Beamter hatte die unbewaffnete Autofahrerin am Mittwoch in ihrem Auto mit drei Schüssen getötet. Der Vorfall löste landesweit Proteste auf, allein in Minneapolis gingen am Samstag tausende Menschen auf die Straßen.

Bereits vier Tote durch ICE

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stellt Good seit dem Vorfall als "inländische Terroristin" dar, die von dem Beamten in einem Akt der Selbstverteidigung getötet worden sei, nachdem sie ihn "überfahren" habe.

Diese Darstellung wird von örtlichen Behördenvertretern entschieden zurückgewiesen. Sie betonen unter Verweis auf Videos von dem Vorfall, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten weggesteuert und keinerlei Gefahr für den Mann dargestellt habe.

Laut der auf Berichte über Schusswaffengewalt spezialisierten Website "The Trace" ist Good bereits das vierte Todesopfer bei ICE-Einsätzen seit Beginn der massiven Abschiebekampagne der Regierung von Präsident Donald Trump. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt.

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