Derzeit genießen Wintersportler noch die Ruhe und den frischen Schnee auf den Pisten. Doch schon bald ist Schluss mit der Idylle, denn vom 19. bis 23. Jänner 2026 wird Davos wieder zum Treffpunkt der Mächtigen. Das World Economic Forum (WEF) steht an, zu dem Staatschefs und Wirtschaftsbosse aus aller Welt anreisen. Wie "20 Minuten" berichtet, bereitet sich das Dorf bereits auf das Großereignis vor.
Auch US-Präsident Donald Trump hat sich angekündigt. Ende Jänner will er erneut beim WEF in Davos dabei sein. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den selbsternannten Friedensbringer, dessen Truppen aktuell in zumindest fünf militärische Konflikte verwickelt sind, werden massiv ausfallen.
Scharfschützen auf den Dächern, Polizisten und Security an jeder Ecke, tausende Soldaten und Flugabwehr rund um Davos – das kleine Bergdorf wird während des WEF wie jedes Jahr zur Festung. Aber kaum ein Land bringt so viel eigenes Personal und Material mit wie die USA, um ihre Delegation zu schützen.
Trump reist in die Schweiz mit der Air Force One an. Es kann gut sein, dass diesmal wieder beide hochgerüsteten Boeing 747 am Flughafen Zürich landen. So bleibt unklar, in welcher Maschine der Präsident tatsächlich sitzt – ein Trick, um mögliche Angreifer zu verwirren. Trump selbst ist übrigens kein Fan der alten Flieger-Modelle aus den 90ern, weil sich die Auslieferung der neuen Maschinen immer wieder verzögert.
Von Zürich aus geht es für Trump entweder mit dem Auto oder per Helikopter weiter nach Davos. Beide Transportmittel sind für alle Eventualitäten gewappnet. Die Marine One, das sind umgebaute Lockheed-Martin-Helikopter vom Typ Sikorsky H-3 Sea King, ist mit Raketenabwehr und Radarstörsystem ausgestattet. Bereits 2018 nutzte Trump diese Helis für den Weg ins Gebirge.
Wenn das Wetter nicht mitspielt und keine Helikopterflüge möglich sind – wie etwa 2020 – rollt eine ganze US-Blechlawine Richtung Davos. Für den Straßen-Transport steht Trump das sogenannte "Biest" zur Verfügung: eine neun Tonnen schwere, gepanzerte Limousine mit Nachtsichtkameras und Granatwerfern für Tränengas.
Das "Biest" wird begleitet von mehreren SUVs des Secret Service, wie ein Video von 2020 zeigt. Neben dem beeindruckenden Fuhrpark reist der US-Präsident mit einer Vielzahl an Agenten und Beratern an. Schon öfter beklagten US-Sicherheitskräfte, dass es in Davos zu wenig Hotelzimmer gibt, die den hohen Ansprüchen der Amerikaner entsprechen.