"ICE Polizisten würden manchmal Fehler machen, das kann passieren", sagt der US-Präsident bezogen auf den Tod von Renee Nicole Good. "Sie haben es mit harten Menschen zu tun", fügte Trump als Begründung an. Seine Regierung hatte die 37-jährige Mutter zuvor als "inländische Terroristin" dargestellt.
Am Dienstag sagte Trump vor Journalisten in Washington, der Tod von Renee sei eine "Tragödie", ohne die US-Bürgerin namentlich zu nennen. Er habe sich schrecklich gefühlt, als er von ihrem Tod erfahren habe, sagte der Präsident bei einem Medientermin. "Zumal ihr Vater ein enormer Trump-Fan gewesen ist. Ich hoffe, er sieht das immer noch so", fügte Trump an.
Der Tod von Good wurde als Notwehr des Polizisten dargestellt. Er hat sie mit Schüssen in den Kopf getötet, weil sie ihn "überfahren" habe. Videoaufnahmen des Vorfalls zeigen jedoch klar, dass Good ihr Fahrzeug vom ICE-Beamten wegsteuerte.
Minnesota hat die US-Regierung wegen der Einsätze verklagt. Eine Bundesrichterin schränkte die ICE-Befugnisse daraufhin am Freitag ein. Sie urteilte, friedliche Protestierende und Autofahrer dürften nicht festgenommen oder mit Pfefferspray vertrieben werden.
Das US-Justizministerium erhöht im Streit über die ICE-Einsätze in Minnesota unterdessen den Druck auf die demokratischen Politiker des Bundesstaats. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erhielten unter anderem Gouverneur Tim Walz, Minnesotas Generalstaatsanwalt Keith Ellison sowie die Bürgermeister von Minneapolis und St. Paul, Jacob Frey und Kaohly Her, Vorladungen.
Nach Angaben des US-Senders "CBS" und der "New York Times" ermitteln Bundesstaatsanwälte wegen des Verdachts, staatliche und kommunale Stellen könnten Bundesbeamte bei der Durchsetzung von Einwanderungsrecht behindert haben.