Spannungen mit Trump

Macron will NATO-Übung in Grönland abhalten

Das Säbelrasseln geht weiter. In der Causa Grönland plädiert Paris nun für eine weitere Abhaltung einer NATO-Übung auf der von USA begehrten Insel.
Newsdesk Heute
21.01.2026, 09:00
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Frankreich schlägt inmitten des Streits um Grönland eine NATO-Übung auf der Arktis-Insel vor. Wie AFP unter Berufung auf den Elysée-Palast berichtet, sei Frankreich bereit, "dazu beizutragen". Grönland gehört als autonomes Gebiet zum NATO-Mitgliedsstaat Dänemark.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf des Gebiets die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump in diversen Äußerungen nicht aus.

Trump heizt Streit an

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump den Streit um Grönland nochmals angeheizt, indem er Strafzölle für Deutschland und weitere europäische NATO-Länder androhte, sollten sie der Übernahme Grönlands durch die USA nicht zustimmen.

Da Dänemark wie die USA der NATO angehört, droht nun ein Konflikt um Grönland das Verteidigungsbündnis zu spalten. Beobachter sind sich sicher, dass eine Invasion der Amerikaner das Ende des Militärbündnisses bedeuten würde.

NATO-Länder verstärken Präsenz auf Grönland

Vor dem Hintergrund von Trumps Drohungen hatte auf Einladung Dänemarks kürzlich eine Erkundungsmission mehrerer NATO-Länder in Grönland stattgefunden, an der sich auch das deutsche Militär mit 15 Soldatinnen und Soldaten beteiligte. Alle beteiligten Länder sind nun von Trumps Zolldrohung betroffen.

Trump soll noch am Mittwoch bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in der Schweiz auftreten. Seine Rede in Davos wird angesichts des Konflikts um Grönland mit Spannung erwartet. Am Rande der Veranstaltung will sich Trump mit mehreren Staats- und Regierungschefs treffen.

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