Tiefkühlgemüse ist praktisch, günstig und oft sogar gesünder als vermeintlich frische Ware aus dem Supermarkt. Doch bei der Zubereitung machen viele einen entscheidenden Fehler, der die Vorteile zunichte macht.
Denn obwohl auf vielen Packungen das Kochen als Zubereitungsart angegeben ist, sollte man darauf verzichten. Das erklärt Matthijs Dekker, Lebensmitteltechnologe und Dozent an der Universität Wageningen.
Wie utopia.de unter Berufung auf RTL Nederland berichtet, gehen beim Kochen wasserlösliche Vitamine verloren. Sie landen im Kochwasser und damit im Abfluss statt auf dem Teller.
Der Experte erklärt den Vorgang so: Beim Kochen werden die Zellwände des Gemüses durchlässiger. Bei Tiefkühlgemüse passiert das besonders schnell, da die Zellstruktur durch das Einfrieren bereits vorgeschädigt ist.
Vor allem Vitamin C und andere wasserlösliche Nährstoffe sind davon betroffen. Das Gemüse verliert so einen erheblichen Teil seiner gesunden Inhaltsstoffe.
Dekker empfiehlt stattdessen, Tiefkühlgemüse in der Pfanne anzubraten oder zu dünsten. So bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten und der Geschmack wird sogar intensiver.
Wer trotzdem nicht aufs Kochen verzichten will, hat einen Ausweg: Das Kochwasser kann für eine Soße verwendet werden. So kommen die ausgeschwemmten Vitamine doch noch auf den Teller.