Virusvariante ohne Impfstoff

Kongo meldet 80 Tote bei Ebola-Ausbruch

In der Demokratischen Republik Kongo grassiert eine besonders gefährliche Ebola-Variante. Es gibt weder Impfstoff noch Behandlung.
Technik Heute
17.05.2026, 18:24
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Die Zahl der Opfer eines neuen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo steigt dramatisch an. Das Gesundheitsministerium des Landes meldete am Samstag bereits 80 Tote, die mutmaßlich mit der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus infiziert waren.

"Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann", erklärte Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba. Das große Problem: Es existiert "weder ein Impfstoff noch eine spezifische Behandlung" gegen diese Virusvariante.

Wie spiegel.de berichtet, brach die Krankheit in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri aus. Im benachbarten Uganda starb ebenfalls ein mit Ebola infizierter Mann, bei dem die gleiche Variante nachgewiesen wurde.

Ärzte ohne Grenzen bereitet Großeinsatz vor

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kündigte einen Großeinsatz in der Region an. "Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äußerst besorgniserregend", sagte die Leiterin des Nothilfeprogramms, Trish Newport. "In Ituri haben viele Menschen bereits Schwierigkeiten, Zugang zu medizinischer Versorgung zu erhalten."

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Aktuell gibt es 336 Verdachtsfälle und 88 gemeldete Todesfälle. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. Da sich der Ausbruch in einer städtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen befindet, ist die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung groß.

17. Ebola-Epidemie im Kongo

Es handelt sich um die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo seit dem erstmaligen Auftreten des Virus im Jahr 1976. Der bislang folgenschwerste Ausbruch ereignete sich zwischen 2018 und 2020, als rund 2.300 Menschen starben.

Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

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