Die nigerianische Armee hat gemeinsam mit dem US-Militär im Nordosten von Nigeria bei Luftangriffen rund 175 Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Unter den Toten ist auch der IS-Kommandeur Abu-Bilal al-Minuki. "Nach aktuellen Einschätzungen wurden bis zum 19. Mai 2026 175 ISIS-Kämpfer vom Schlachtfeld entfernt", erklärte das Verteidigungshauptquartier am Dienstag.
Die gemeinsamen Luftangriffe hätten "zur Zerstörung von IS-Kontrollpunkten, Waffenlagern, Logistikzentren, militärischer Ausrüstung und Finanznetzwerken geführt, welche zur Aufrechterhaltung terroristischer Einsätze genutzt wurden", hieß es in der Erklärung weiter.
Laut Armeesprecher Samaila Uba wurde Al-Minuki am vergangenen Wochenende in einem abgelegenen Dorf getötet. Sein Tod beeinträchtige "das Kommando des IS, die operative Koordination und die Netzwerke für Anschläge im Ausland schwer", erklärte Uba am Dienstag.
Bereits am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump die Tötung al-Minukis bei dem Militäreinsatz bekannt gegeben. Demnach wurde dieser in der Nacht auf Samstag getötet. Laut Trump handelte es sich bei al-Minuki um "die weltweite Nummer zwei des IS" und "den aktivsten Terroristen der Welt". Der Islamist war laut US-Militär mit der strategischen Führung der Gruppe bei Medien- und Finanzaktivitäten sowie "der Entwicklung und Herstellung von Waffen, Sprengstoff und Drohnen" betraut.
Nigeria kämpft seit Jahren gegen dschihadistische Aufständische im Norden des Landes, darunter die Miliz Boko Haram und regionale Ableger des IS. Einem Bericht der Konfliktdatenbank ACLED zufolge ist Westafrika mittlerweile zum aktivsten Aufmarschgebiet islamistischer Milizen geworden.