Ein US-amerikanischer Mediziner hat sich im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus infiziert. Nun soll er zur Behandlung nach Deutschland geflogen werden.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass der Mann am Sonntag positiv auf Ebola getestet wurde. Er soll nun auf einer Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt werden.
Wie der Spiegel berichtet, wird der Infizierte wegen der kürzeren Flugzeiten und der deutschen Erfahrung bei der Versorgung von Ebola-Patienten nach Deutschland verlegt. Gemeinsam mit ihm werden auch sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko evakuiert.
Bei dem Infizierten handelt es sich laut US-Medien um einen Arzt, der seit 2023 im Nyankunde Hospital in der Demokratischen Republik Kongo arbeitete. Die christliche Missionsorganisation Serge bestätigte, dass sich ihr Mitarbeiter angesteckt habe.
Der Transport erfolgt mit einem speziellen Flugzeug für hochinfektiöse Patienten. Vom Flughafen geht es dann mit einem speziell ausgestatteten Infektionsrettungswagen zur Charité. Für die Bevölkerung besteht laut Bundesgesundheitsministerium keine Gefahr.
Deutschland hat Erfahrung mit der Behandlung von Ebola-Patienten: 2014 wurden hier bereits drei Infizierte erfolgreich versorgt. Der Patient wird vollständig isoliert und hat keinen Kontakt zu anderen Patienten.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch begann vermutlich in der dritten Aprilwoche und wurde erst Anfang Mai offiziell gemeldet. Er dürfte größer sein, als die offiziellen Zahlen nahelegen. Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen des Ausbruchs bereits einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.