Nach der Ankündigung der Stadt Wien, Altkleidercontainer auf öffentlichem Grund ab 2027 schrittweise zu verbannen, melden sich nun die großen Betreiber zu Wort. Neben ÖPULA äußert sich auch Humana Österreich gegenüber "Heute" und zeigt sich überrascht über die Entscheidung.
Das Unternehmen erklärt, man sei über die Maßnahme nicht vorab informiert worden und könne daher derzeit keine detaillierte Stellungnahme abgeben. Klar sei jedoch: Wie auch bei anderen Betreibern wie ÖPULA würden Sammlungen auf Basis bestehender Bewilligungen der Stadt Wien weiterhin durchgeführt.
Zudem verweist Humana auf Gespräche mit der Stadt Wien im Jänner 2026, an denen auch Vertreter der Branche beteiligt gewesen sein sollen. Dabei sei ein regulärer Weiterbetrieb des Sammelsystems bis zur Einführung der Erweiterten Herstellerverantwortung im Jahr 2028 in Aussicht gestellt worden.
Sowohl Humana als auch ÖPULA betonen, dass die flächendeckende Sammlung von Alttextilien weiterhin sichergestellt werden müsse – auch aufgrund europäischer Vorgaben. Humana erfülle diese Aufgabe seit vielen Jahren verlässlich und im Einklang mit allen abfallrechtlichen Bestimmungen, heißt es.
Die Dimension ist beträchtlich: Humana betreute 2025 in Wien 1.026 Container und führte 55.459 Entleerungen durch. Im ersten Quartal 2026 kamen bereits 13.831 Entleerungen hinzu. Auch ÖPULA ist mit rund 1.500 Containern ein zentraler Akteur im Wiener Sammelsystem.
Trotz der Unsicherheit gehen beide Betreiber davon aus, dass zeitnah weitere Gespräche mit der Stadt Wien folgen werden, um die zukünftige Vorgangsweise zu klären.