Spektakuläre Verfolgungsjagd in Wien-Döbling: Bei einer Schwerpunktaktion gegen Temposünder ist ein 19-jähriger Lenker am Samstag (25. April) gleich zweimal vor der Polizei geflüchtet – und brachte dabei sogar Beamte in akute Gefahr.
Gegen 00:45 Uhr fiel Polizisten auf der Heiligenstädter Straße ein Fahrzeug auf, das mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Als die Beamten den Fahrer mit klaren Anhaltezeichen stoppen wollten, verlangsamte dieser zunächst kurz, gab dann jedoch plötzlich wieder Gas – und raste mit seinem Wagen direkt auf einen Polizisten zu. Erst wenige Meter vor dem Beamten riss der Lenker das Steuer herum, wechselte abrupt auf die Gegenfahrbahn und flüchtete.
Die sofort eingeleitete Verfolgung musste wegen des extrem hohen Tempos des Fahrzeugs schließlich abgebrochen werden, da der Sichtkontakt verloren ging.
Doch rund eine Stunde später entdeckten weitere Polizeikräfte denselben Wagen erneut im Bereich der Heiligenstädter Straße. Auch diesmal ignorierte der Fahrer sämtliche Anhalteversuche, beschleunigte erneut und setzte seine rücksichtslose Flucht fort. Dabei beging er mehrere Verkehrsdelikte und gefährdete weitere Verkehrsteilnehmer.
Durch intensive Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen Mietwagen handelte, der von einem 19-jährigen afghanischen Staatsbürger gelenkt worden sein soll.
Dank des koordinierten Einsatzes mehrerer Polizeikräfte konnte der Verdächtige schließlich im Bereich des Unteren Schreiberwegs gestoppt und festgenommen werden.
Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete die Festnahme wegen des Verdachts der mehrfachen Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie des Widerstands gegen die Staatsgewalt an.
Der 19-Jährige wurde in eine Justizanstalt gebracht. Weitere Ermittlungen laufen.