Ermittlern des Wiener Landeskriminalamts ist ein wichtiger Schlag gegen eine perfide Betrugsmasche gelungen: Nach monatelangen Ermittlungen wurde ein 23-Jähriger in Wien festgenommen. Der junge Mann steht im Verdacht, als Mitglied einer kriminellen Organisation an mehreren Fällen des sogenannten "Polizeitricks" beteiligt gewesen zu sein.
Laut Polizei soll der Beschuldigte in den vergangenen zwei Monaten an mindestens drei schweren Betrugsfällen beteiligt gewesen sein. Dabei wurden vor allem ältere Menschen telefonisch kontaktiert und durch gezielte Täuschung verunsichert.
Die Täter gaben sich als Polizisten aus und behaupteten, die Opfer stünden im Visier von Einbrechern. Um Bargeld, Schmuck oder Gold angeblich in Sicherheit zu bringen, wurden die Wertgegenstände schließlich von den Betrügern abgeholt.
Die aktuelle Schadenssumme beläuft sich laut Ermittlern bereits auf einen sechsstelligen Eurobetrag. Der 23-Jährige wurde durch Beamte des Landeskriminalamts Wien gemeinsam mit der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) festgenommen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich teilweise geständig.
Die Polizei geht davon aus, dass der Verdächtige Teil einer größeren kriminellen Struktur ist. Mehrere Beteiligte dieser Organisation verbüßen bereits Haftstrafen. Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Straftaten und Mittätern dauern an.
Die Behörden warnen erneut vor der Betrugsmasche der "falschen Polizisten", die besonders ältere Menschen ins Visier nimmt. Wichtig: Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur Verwahrung an.
Verdächtige Anrufe sollten sofort beendet und umgehend der Polizeinotruf 133 verständigt werden. Präventionsinformationen bietet auch die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien.