Von einem kuriosen, aber dennoch illegalen Betrugsfall berichtet die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien am Freitag. Der ursprüngliche Vorfall liegt bereits einige Tage zurück, das Opfer, eine 36-Jährige, erstattete allerdings erst am Donnerstag in Wien-Favoriten Anzeige.
Die Taxilenkerin kam während der Fahrt mit einem 38-jährigen Fahrgast ins Gespräch und erzählte diesem, dass sie sich bei der Polizei beworben habe, allerdings nicht aufgenommen worden sei. Der 38-Jährige gab daraufhin an, Polizist in einer höheren Position zu sein und ihr bei einer neuerlichen Bewerbung helfen zu können.
Dafür solle sie ihm Kopien mehrerer Dokumente sowie einen Geldbetrag im unteren dreistelligen Eurobereich übergeben. Als der Mann einige Tage nach der Übergabe der Kopien und des Bargeldes erneut einen Geldbetrag, diesmal im mittleren zweistelligen Eurobereich, forderte, wurde die bereits zuvor etwas misstrauische 36-Jährige endgültig skeptisch und verständigte den Polizeinotruf.
Polizisten der Polizeiinspektion Keplergasse nahmen den vermeintlichen "Kollegen" in der Kundratstraße fest. Der 38-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er wegen des Verdachts des schweren Betrugs sowie der Amtsanmaßung auf freiem Fuß angezeigt.