Davor hatten sie Angst

Keine gute Ausrede: Darum flüchteten Lenker vor Polizei

Zwei Lenker lieferten sich wilde Verfolgungsjagden mit der Polizei in Wien – nun ist klar, warum sie den Beamten davon rasten. Die Ausrede erstaunt!
Wien Heute
26.04.2026, 22:50
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zwei gefährliche Verfolgungsjagden hielt die Wiener Polizei am Wochenende auf Trab. In beiden Fällen gaben die Verdächtigen später an, aus Angst vor der Polizei geflüchtet zu sein.

121 km/h in Simmering

Im ersten Fall fiel Beamten bei einer Radarmessung in Wien-Simmering ein Autofahrer auf, der im Ortsgebiet mit 121 km/h durch die 50er-Zone raste. Als die Polizisten ihn anhalten wollten, drehte der Lenker mitten auf der Fahrbahn um, raste mit stark überhöhter Geschwindigkeit davon.

160 km/h im Ortsgebiet

Die Verfolgung führte über die Ostbahnstraße, die Klederinger Straße bis nach Schwechat. Dabei erreichte der Lenker Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, im Ortsgebiet von Schwechat fuhr er rund 125 km/h. Besonders brisant: Eine Fußgängerin auf einem Schutzweg wurde gefährdet, zudem raste der Fahrer über eine rote Ampel. Kurzzeitig verloren die Beamten das Fahrzeug aus den Augen.

"Angst vor der Polizei"

In der Plankenwehrstraße in Schwechat stellte der Mann sein Auto schließlich ab und wollte zu Fuß flüchten – ohne Erfolg. Die Polizisten konnten den 21-Jährigen anhalten. Der Österreicher gab an, "aus Angst vor der Polizei" geflüchtet zu sein. Der Führerschein wurde ihm vorläufig abgenommen, es setzte mehrere Anzeigen.

Raser fährt auf Beamten zu

In derselben Nacht gab es dann noch eine ähnliche Verfolgungsjagd in Heiligenstadt: Bei einem Planquadrat in der Heiligenstädter Straße wurde ein Lenker mit 78 km/h in der 50er-Zone gemessen. Als Beamte ihn stoppen wollten, fuhr der Lenker auf einen Polizisten zu. Erst wenige Meter vor dem Beamten wich er über die Gegenfahrbahn aus.

170 km/h in Döbling

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd wurde auf bis zu 170 km/h beschleunigt. Rund eine Stunde später wurde das Fahrzeug erneut entdeckt – doch der Lenker raste erneut davon, erreichte bis zu 160 km/h. Weil er über beide Fahrstreifen fuhr, mussten mehrere Personen bei einem Lokal zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden.

"Angst vor der Polizei"

Schließlich konnte der 19-Jährige im Bereich Unterer Schreiberweg bei den Nussdorfer Weinbergen gestoppt werden. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Afghanistan festgenommen. Als Grund gab auch er an, "Angst vor der Polizei" gehabt zu haben. Der junge Mann war bereits vorbestraft, er wurde angezeigt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.04.2026, 22:50
Jetzt E-Paper lesen