Junge Systemsprengerinnen sollen am Rennbahnweg in Wien-Donaustadt für Angst und Schrecken gesorgt haben, sollen für einen unfassbaren Gewaltausbruch verantwortlich sein. Nun standen die drei Mädchen (15, 16, 17 Jahre) vor Gericht am Wiener Landl – schwere Körperverletzung lautete der Vorwurf.
Die Irakerin und die zwei Mädchen aus Syrien sollen am 5. Juli 2025 am Rennbahnweg zu dritt eine Jugendliche brutal attackiert haben. Die Tat war angeblich abgesprochen. Laut Anklage nahm die 15-jährige Syrerin das Opfer in den Schwitzkasten, warf das Mädchen zu Boden und würgte es. Währenddessen sollen die Irakerin (16) und die ältere Syrerin (17) abwechselnd mit einem Gürtel und einem Ast auf das wimmernde Opfer eingeschlagen haben. Die 17-Jährige soll dem Mädchen auch noch Faustschläge gegen den Kopf und Fußtritte gegen den Körper versetzt haben.
Das Opfer wurde schwer verletzt, erlitt laut Anklage eine Nacken-Zerrung sowie mehrere Prellungen im Gesicht, an den Armen und am Oberkörper. Dazu kamen mehrere Schürfwunden. Damit nicht genug: Die Mädchenbande soll in einer Straßenbahn auf eine Frau losgegangen sein. Die 30-Jährige wurde in der Bim bedroht und eingeschüchtert. Der Versuch einer weiteren schweren Körperverletzung stand ebenfalls auf der Anklage. Die Jugendstrafsache wurde vor einem Schöffengericht verhandelt.
Die Minderjährigen zeigten am Landl wenig Respekt. Immer wieder wurde gekichert, die Teenager fielen durch freche Kommentare auf. "Brauchst gar nicht so zu lachen", meinte eine Angeklagte in Richtung des Schöffen. Nach der Urteilsverkündung wurde dann selbst gegrinst.
Für das Teenie-Trio setzte es Bewährungsstrafen, die Drittangeklagte wurde von Staranwältin Astrid Wagner vertreten. Die 15-Jährige fasste 6 Monate bedingte Haft aus – nicht rechtskräftig. "Meine Mandantin ist leider in die falsche Gesellschaft geraten", so Wagner nach dem Prozess am Landl. "Es wird ihr eine Lehre sein, die bedingte Haftstrafe ist für sie wie ein Damoklesschwert." Die Unschuldsvermutung gilt.