Knalleffekt im furchtbaren Friedhofskrimi: Bei der Haftverhandlung am Freitag am Wiener Landesgericht wurde erstmals die vorläufige Einschätzung der Kinder- und Jugendpsychiaterin thematisiert, die das mordverdächtige Mädchen bereits untersucht hat.
Demnach soll die 14-Jährige "hochgradig gestört" sein. Laut "Heute"-Infos bleibt sie in U-Haft, soll aber dauerhaft in ein forensisch-therapeutisches Zentrum verlegt werden – ein Platz für sie wird in Wien-Hietzing, Mauer (NÖ) oder Asten (OÖ) bereits gesucht.
Schon einmal war die Jugendliche – begleitet und streng bewacht von der Justizwache – auf Antrag ihrer Anwältin Astrid Wagner kurzzeitig in der Jugendpsychiatrie in Wien-Hietzing untersucht worden, kam danach aber wieder auf die Krankenstation im "Grauen Haus" zurück.
"Ja, ich brauche Therapie", gestand auch die 14-Jährige bei der Verhandlung ein, wirkte dabei apathisch und verstörend emotionslos. Bald folgt nun die endgültige Verlegung.
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Der psychisch schwer angeschlagene Teenager soll am Montagnachmittag, den 23. Februar 2026, eine 64-jährige Friedhofsbesucherin mit einem Taschenmesser getötet haben – wir berichteten. Nach der Festnahme begründete die schwarzhaarige Krisen-WG-Bewohnerin ihre mutmaßliche Tat mit einem inneren Drang, "jemanden zu töten".
Das war bereits der erste Hinweis auf eine mögliche psychische Störung und hohe Gefährlichkeit – das endgültige Gerichtsgutachten über ihre Zurechnungsfähigkeit steht aber noch aus. Fest steht: Seit ihrem zehnten Lebensjahr fühle sich die 14-Jährige aus zerrütteten Verhältnissen von dunklen Gedanken verfolgt.
Schaurig: Der gepiercte Metal-Fan, der fast ausschließlich schwarze Kleidung trug, soll sich vor der Tat besonders für abscheuliche Verbrechen interessiert haben. Die erst 15-jährige Kindesmörderin Alyssa Dailene Bustamante aus Missouri soll es ihr besonders angetan haben. Auf dem Handy der Verdächtigen fanden sich Selfies, die an verstörende Fotos der verurteilten Kindesmörderin aus den USA erinnern.
Außerdem konnten Ermittler jenes Bild sichern, das von der Verdächtigen nach der Bluttat angefertigt und auf Social Media geteilt worden sein soll. Darauf zu sehen: die furchtbar zugerichtete Leiche der 64-jährigen Friedhofsbesucherin sowie die Stiefelspitzen der Verdächtigen – wir berichteten. Das Obduktionsgutachten steht noch aus. Es gilt die Unschuldsvermutung.