Viele haben sofort ein Bild im Kopf, wenn sie Down-Syndrom hören. Doch dieses Bild stimmt oft nicht mit der Realität überein. Das zeigt der Alltag von Sophie Wollner und Dominik Gries, deren jüngste Tochter Franziska betroffen ist.
"Wir sind eine Familie wie andere auch", sagen die Eltern. Und tatsächlich: Der Alltag besteht aus Spielen, Lachen, Streiten – ganz normalen Dingen. Franziska braucht zwar mehr Unterstützung, doch vieles unterscheidet sich gar nicht so stark.
Zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März wird genau darauf aufmerksam gemacht. Trisomie 21 ist keine Krankheit, sondern eine genetische Besonderheit. In Österreich leben rund 9.000 Menschen damit.
Ganz ohne Herausforderungen geht es aber nicht. Franziska entwickelt sich langsamer, spricht noch wenig und kommuniziert viel mit Gebärden. Auch gesundheitliche Probleme können auftreten, etwa Herzfehler oder häufige Infekte. Trotzdem funktioniert vieles gut. Franziska besucht eine Inklusionsgruppe – und fühlt sich dort richtig wohl. Für ihre Schwestern ist sie vor allem eines: ein ganz normales Familienmitglied.
Auch für die Eltern war die Diagnose anfangs ein Schock. Während der Schwangerschaft gab es keine Hinweise. "In meiner Fantasie gab es nur zwei Extreme", erzählt Dominik Gries. Die Realität sei aber vielschichtiger – oft schön, manchmal anstrengend.
Mit der Zeit haben sie gelernt, ihren Weg zu gehen. Unterstützung von Familie und Freunden habe ihnen dabei enorm geholfen.
Wichtig ist den Eltern vor allem eines: weniger Schubladen im Kopf. "Franziska hat einfach menschliche Bedürfnisse", sagt ihre Mutter. Sie will lernen, spielen, geliebt werden – wie jedes andere Kind auch.
Auch Experten betonen, wie unterschiedlich sich Kinder mit Down-Syndrom entwickeln. "Zu Trisomie 21 haben viele ein recht typisches Bild vor Augen. Diese Klischees haben aber meist nur wenig mit der Realität zu tun", schreibt "Der Standard". Zwei unterschiedliche Socken sind heute ein starkes Symbol – sie zeigen: Anders sein gehört einfach dazu.