Als Brigitte K. (63) mit ihren beiden Zwergspitz-Hündinnen "Venus" und "Bärli" durch Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen, NÖ) ging, wurde ein gewöhnlicher Spaziergang plötzlich zum Albtraum. Nun kommt Hilfe von der Wiener Star-Anwältin Astrid Wagner.
Mitte Jänner wollte die Pensionistin in der Feuchterstraße einen Hundemantel abholen, gibt sie jetzt im "Heute"-Gespräch bekannt. Auf dem Rückweg kam es dann zur lebensgefährlichen Attacke: "Ich sah noch, wie ein Hausbewohner entlang der Straße seine Haustür öffnete und sich wegdrehte. Da sind seine Mischlinge schon herausgelaufen, über den Gartenzaun gesprungen und haben sich auf meine Zwergspitze gestürzt. Es war ganz fürchterlich! Ich bin durch die Hölle gegangen", erinnert sich die geschockte Tierfreundin.
Die Besitzerin der kleinen Hunde versuchte noch, diese zu beschützen. "Diese großen Hunde haben mir meine Zwergspitze förmlich aus den Armen gerissen! Ich habe geschrien und geschrien und wollte meine Zwergspitze mit der Leine zu mir ziehen und so den Mischlingen entreißen."
Dabei stürzte die 63-Jährige selbst zu Boden, wurde verletzt. Brigitte K. versuchte, ihre Schützlinge unter ihrem Mantel zu verstecken, während sie den Hundebesitzer schreiend aufforderte, doch endlich seine großen Hunde wegzuholen.
Tatsächlich ist der Besitzer der großen Hunde an K. herangetreten. Von Hilfe kann aber nicht die Rede sein: "Ich bin also frontal auf der Straße gelegen, meine Hunde im Mantel unter mir. Da habe ich seine Schuhe vor mir gesehen und gespürt, wie er etwas auf mich wirft! Er sagte noch, 'Schleich dich mit deinen scheiß Hunden!', dann war er schon wieder weg. Unfassbar."
"Ich habe mich so im Stich gelassen gefühlt. Ich habe so viel geschrien, aber niemand ist mir zu Hilfe gekommen. Ich habe nur gesehen, wie dieser Hundebesitzer tatenlos zuschaute, wie ich wie eine Löwin um meine Hunde gekämpft habe."
Letztlich war es die Hundemantel-Verkäuferin am anderen Straßenende, die zu Brigitte K. lief, die aggressiven Mischlingshunde verscheuchte und sofort Polizei und Tierarzt verständigte. Nach Erstmaßnahmen und Notversorgung des Veterinärs kamen die Tiere sofort in die Perchtoldsdorfer Tierklinik an der Wiener Stadtgrenze.
Brigitte K. erlitt Prellungen, Hämatome, eine Verletzung im Hals-Nasen-Bereich, einen Hörsturz und sie leidet bis heute an massiven psychischen Folgen. Mehr als eine Woche später hat sie noch immer die Bilder im Kopf, wenn sie von dem einschneidenden Erlebnis erzählt.
Unverständlich: In der Nachbarschaft sollen die beiden großen Hunde, welche "Bärli" und "Venus" attackiert hatten, bereits bekannt sein – so auch ihr Hundehalter.
Unter einem Facebook-Aufruf nach Zeugen hätten Anrainer berichtet: "Es geht schon lange so. Besitzer und Hunde sind in ganz Reichenau bekannt."
In der Tierklinik wurde erst das Ausmaß der Verletzungen an beiden zerbissenen Zwergspitzen bekannt: mehrere Rippenbrüche, ein Bauchmuskelriss, schwere Organverletzungen, Hüft- und Beckenbrüche und ein vollständig ausgekugeltes Hinterbein. Mehrere Operationen später seien beide Tiere jetzt stabil, zeigt sich Brigitte K. dankbar. Dennoch müssen die Tiere weiter behandelt werden, sogar eine benötigte Rehabilitation steht im Raum.
Die finanziellen Folgen für Brigitte K. sind enorm, schon jetzt lägen die Kosten bei über 8.000 Euro. "Meine beiden Hunde sind noch immer nicht zu Hause und die Klinik verlangt schon mehrere Tausend Euro, die ich nicht habe. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll", klagt die Pensionistin.
Über die Züchterin ihrer Hunde, Paula Brezina von den "Umbacher Spitzen", kam Brigitte K. in Kontakt mit der Wiener Star-Anwältin Astrid Wagner. Am Montag fand das erste Gespräch statt, um rechtliche Schritte zu besprechen.
Wagner kündigte bereits eine Klage gegen den Besitzer der aggressiven Mischlinge an und sagt: "Ich kämpfe mit aller Vehemenz für meine traumatisierte Klientin. Wir fordern Schmerzensgeld und einen Ersatz der Tierarztkosten."
Damit die traumatisierte Pensionistin jetzt die eingehenden Rechnungen der Tierklinik begleichen kann, bittet sie nun um Unterstützung. Über eine Online-Spendenaktion via GoFundMe (https://gofund.me/f497cc307) ersucht sie um Hilfe für "Bärli" und "Venus" auf ihrem Genesungsweg.