Blumen, Pralinen, Gutscheine – am 10. Mai wird es in Österreich wieder emotional. Der Muttertag steht vor der Tür, und viele planen, ihrer Mama eine Freude zu machen. Laut dem neuen HV Consumer Check des unabhängigen Handelsverbands planen 68,2 Prozent der Bevölkerung (ebenso viele wie 2025) heuer ein Geschenk.
Wer schenkt, möchte im Schnitt 79 Euro ausgeben. Das ist weniger als im Vorjahr mit 86 Euro, aber deutlich mehr als 2024 mit 67 Euro und 2023 mit 71 Euro. Nach einem besonders starken Vorjahr sind die Österreicher heuer damit etwas weniger spendabel.
"Offensichtlich wird der Gürtel angesichts der instabilen Weltlage wieder etwas enger geschnallt. Damit sehen wir nach einem besonders starken Vorjahr wieder eine Normalisierung", meint Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Hochgerechnet ergebe sich daraus immerhin ein Gesamtvolumen von rund 250 Millionen für den Handel.
Auffällig ist heuer laut Will die Veränderung bei den liebsten Einkaufsorten. Supermärkte und Diskonter bleiben mit 27 Prozent vorne. Gleichzeitig erleben Geschäftsstraßen ein starkes Comeback: 23 Prozent wollen dort einkaufen – im Vorjahr waren es nur 12 Prozent.
Auch Einkaufszentren und einzelne Fachgeschäfte legen zu. Online spielt zum Muttertag hingegen nur eine Nebenrolle. Jeweils rund 11 Prozent kaufen bei heimischen oder ausländischen Internet-Händlern, nur 4 Prozent greifen bei Fernost-Plattformen zu.
Bei den Geschenken bleiben Blumen und Pflanzen mit 34 Prozent klar die Nummer 1. Dahinter folgen Süßigkeiten mit 16 Prozent, nicht-materielle Geschenke wie Ausflüge mit 12 Prozent und Gutscheine mit 11 Prozent. Restaurantbesuche landen bei 10 Prozent.
Ebenfalls ein Thema sind selbst gemachte Geschenke, Kosmetika und Selbstgebackenes bzw. -gekochtes mit jeweils 7 Prozent. Präsente rund um Wellness und Schönheit kommen auf 6 Prozent, ebenso wie etwa Fotobücher.
"Gerade zu persönlichen Anlässen wie dem Muttertag setzen viele Menschen bewusst auf regionale Angebote, Beratung und Qualität", sagt Handelssprecher Rainer Will. Davon würden vor allem Geschäftsstraßen und der lokale Fachhandel profitieren.
Was die Umfrage auch zeigt: Im Westen sitzt das Geld heuer besonders locker. In Vorarlberg und Tirol werden im Schnitt 91 Euro für Muttertagsgeschenke ausgegeben. Oberösterreich und Salzburg kommen auf 82 Euro, in Wien sind es 80 Euro. Niederösterreich und das Burgenland liegen bei 77 Euro, Kärnten und die Steiermark bei 66 Euro.