Da werden zum Muttertag wohl einige auf Pralinen verzichten müssen. Schoko-Fans haben zuletzt gehofft, dass sinkende Kakaopreise endlich für billigere Schokolade sorgen. Doch daraus wird vorerst nichts. Trotz eines massiven Preisrückgangs am Weltmarkt bleiben die Preise für Schokolade hoch.
Das bestätigt auch Franz Berger, Geschäftsführer von "Berger Feinste Confiserie" aus Lofer (Salzburg) im ORF. Sein Betrieb stellt seit rund 30 Jahren Pralinen, Schokolade und Konfekt her. Dass der Rohkakaopreis binnen eines Jahres um fast Dreiviertel gesunken ist, komme bei den Kunden nicht an. "Denn wir haben diese Steigerung immer nur sehr vorsichtig an den Kunden weitergegeben, weil wir auch dachten, dass dieses Phänomen nur zeitlich begrenzt ist und sich der Preis für Kakao dann wieder etwas nach unten korrigiert", so Berger.
Ein weiterer Grund: Kakao wird langfristig eingekauft. "Deshalb dauert es auch sehr lange, bis diese Preise beim Kunden ankommen können, weil wir den Bedarf langfristig decken müssen", erklärt der Unternehmer.
Dazu kommen noch andere Kosten, die den Preis nach oben treiben: Neben weiteren Rohstoffen spielen auch Energie- und Lohnkosten eine große Rolle. "Schokoladenprodukte von sehr hoher Qualität können damit auch ein Luxusprodukt sein. Es ist außerdem abhängig von der weiteren klimatischen Entwicklung, wie gut das Wachstum von Kakao ist bzw. wie knapp er schlussendlich werden kann", sagt Berger.