In der Pinzgauer Gemeinde Maria Alm wurden am Mittwoch mehrere tote Ziegen mit einem für Wölfe typischen Rissbild aufgefunden. Die Tiere lagen auf einer Weide, der Vorfall wird als möglicher erster Wolfsriss des Jahres eingestuft.
Der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hannes Üblagger, begutachtete tags darauf die Situation vor Ort und entnahm DNA-Proben. Diese werden nun ausgewertet, um den Verdacht auf einen Wolfsangriff zu bestätigen oder zu widerlegen.
Wie die Salzburger Landeskorrespondenz berichtet, befindet sich Maria Alm in einer der besonders betroffenen Regionen, für die eine neue Wolfsverordnung geplant ist. Diese soll ermöglichen, dass maximal zwei Wölfe noch vor einem Schadenseintritt entnommen werden können.
Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek betont: "Angesichts dieses wohl ersten Wolfsrisses des Jahres mit mehreren Tieren ist klar, wie sehr wir unseren geplanten nächsten Schritt im Wolfsmanagement des Landes in Form der neuen Verordnung brauchen. Es geht darum, unsere bäuerlichen Betriebe und unsere Almen zu schützen, noch bevor Nutztiere zu Tode kommen müssen."
Die Begutachtung der neuen Verordnung endet heute. Mit dem Abschluss sollen betroffene Regionen im Bundesland Salzburg besser vor Wolfsangriffen geschützt werden.