Die erste große Liebe kommt früher, als viele vielleicht denken: Im Schnitt sind Österreicher 16,7 Jahre alt, wenn es zum ersten Mal richtig funkt, das zeigt eine aktuelle Studie (Parship, 1.069 Interviews). Jüngere erleben dieses Gefühl sogar noch etwas früher, während ältere Generationen erst mit rund 17 Jahren ihre erste Liebeserfahrung machten.
Ganz ohne Schmetterlinge im Bauch bleiben nur wenige: Gerade einmal vier Prozent geben an, noch nie verliebt gewesen zu sein. Besonders häufig trifft es Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren - in dieser Zeit erwischt Amors Pfeil die klare Mehrheit.
Nicht jede erste Liebe hält für immer. Bei etwa jeder fünften Person bleibt es bei heimlichen Gefühlen oder kurzen Schwärmereien. Trotzdem gibt es auch echte Langzeitgeschichten: Acht Prozent der Befragten sind bis heute mit ihrer ersten großen Liebe zusammen, bei Paaren mit mehr als 25 gemeinsamen Jahren sogar deutlich mehr.
Was bleibt, ist vor allem die Erinnerung. Mehr als jeder Fünfte denkt gerne an diese Zeit zurück. Mit zunehmendem Alter wird der Blick darauf sogar oft positiver. Besonders Männer über 60 schwelgen häufig in Erinnerungen an ihre erste Beziehung.
Ganz aus dem Leben verschwindet die erste Liebe selten. Rund 17 Prozent haben noch Kontakt oder erfahren zumindest ab und zu über Bekannte, was aus dem damaligen Schwarm geworden ist. Sechs Prozent stehen sogar noch direkt in Verbindung. Und auch ohne Kontakt bleibt die Neugier: Vor allem Jüngere schauen gelegentlich im Internet nach, was ihre erste Liebe heute macht.
Regional zeigen sich Unterschiede: In Wien halten viele noch Kontakt zur ersten Liebe. In Vorarlberg sind besonders viele bis heute mit ihr zusammen. In Niederösterreich blieb die erste Liebe hingegen oft unerwidert.
Warum uns diese erste Erfahrung so prägt, erklärt Caroline Erb, Parship-Psychologin: Die erste Liebe ist intensiv, neu und prägend - sie zeigt, wozu wir emotional fähig sind und beeinflusst unsere Entwicklung nachhaltig.