Auf der Donauinsel

Mega-Projekt – Neues Wasserwerk soll Wien versorgen

Auf der Donauinsel fiel jetzt der Startschuss für ein Millionenprojekt: Bis 2030 entsteht ein hochmodernes Trinkwasserwerk.
Wien Heute
16.04.2026, 15:15
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Mit einem feierlichen Spatenstich ging es am Donnerstag los: Zwischen Nordbrücke und Steinitzsteg wird ein neues Wasserwerk gebaut. Das Projekt ist Teil der Strategie "Wiener Wasser 2050", mit der sich die Stadt auf steigenden Wasserbedarf vorbereitet.

"Wir treffen jetzt die nötigen Maßnahmen, damit auch für die nächsten Generationen zu jeder Zeit bestes Trinkwasser da ist", sagte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Ziel sei es, sowohl die Speicherkapazitäten als auch die verfügbare Wassermenge auszubauen. "Mit dem Wasserwerk Donauinsel erhöhen wir die Versorgungssicherheit für ganz Wien", betonte er.

Wasser aus 17 Brunnen aufbereitet

Auch Neos Wien Klubobfrau Selma Arapović unterstrich die Bedeutung: "Sauberes Leitungswasser hat einen unschätzbaren Wert für unsere Stadt. Mit dem neuen Wasserwerk auf der Donauinsel machen wir die Wiener Wasserversorgung krisenfest und gerade in Zeiten des Klimawandels auch klimafit. Wir erhöhen damit die Versorgungssicherheit und sorgen dafür, dass das beste Wasser der Welt auch für kommende Generationen eine Selbstverständlichkeit bleibt".

Im neuen Werk wird Wasser aus 17 Grundwasser-Brunnen aufbereitet – und das in vier Schritten: Belüftung, Grob- und Feinfilter sowie abschließende UV-Desinfektion. Danach fließt das Wasser direkt ins Wiener Netz.

1.000 Liter pro Sekunde

"Mit der mehrstufigen Aufbereitung im Wasserwerk Donauinsel sorgen wir für die ständige Verfügbarkeit von bestem Trinkwasser. Durch die eingesetzten mineralischen Stoffe in den Filtern funktioniert die Aufbereitung ähnlich wie der Berg das Hochquellwasser reinigt", erklärte Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier.

Die Anlage kann künftig bis zu 1.000 Liter pro Sekunde liefern – ein wichtiger Puffer etwa bei Hitzewellen oder Reparaturen. Schon vor der Fertigstellung wird geforscht: Ab Sommer 2027 testen Experten gemeinsam mit Universitäten einzelne Verfahren. Auch später soll es eine eigene Versuchsstrecke geben, um die Technik laufend zu verbessern.

Projekt kostet 140 Millionen Euro

Die Bauarbeiten sind gewaltig: Bis zu zwölf Meter tief wird gegraben, rund 12.000 Kubikmeter Beton und 1.700 Tonnen Stahl werden verbaut. Nach rund vier Jahren Bauzeit soll das Werk fertig sein. Danach wird die Anlage begrünt, damit sie sich in die Umgebung einfügt. Der Kostenrahmen liegt bei rund 140 Millionen Euro.

Für den Bau gibt es auch Einschränkungen: Ab 20. April werden Fußgänger und Radfahrer zwischen Floridsdorfer Brücke und Nordbrücke umgeleitet. Die Strecke führt über den Treppelweg, der als "Fairnesszone" gekennzeichnet ist.

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