Bei Aldi Süd, und damit auch bei Hofer, steht einer der größten Umbrüche in der Unternehmensgeschichte an. Die Handelsgruppe hat gemeinsam mit dem australischen Designbüro Landini Associates ein neues, weltweit einheitliches Filial-Konzept entwickelt. Ziel ist ein Auftritt, der in allen wichtigen Märkten wiedererkennbar ist, sich aber trotzdem an unterschiedliche Standorte und Gebäude anpassen lässt.
Betroffen sind gleich fünf Gebiete der Gruppe: die USA, Australien, Deutschland, Hofer (Österreich, Italien, Ungarn, Slowenien, Schweiz) sowie Großbritannien und Irland. Damit soll aus mehreren regionalen Lösungen ein gemeinsames System werden – vom großen Markt bis zur kompakteren Filiale.
Der Startschuss für die Tests fiel bereits im September 2025 in Aventura im US-Bundesstaat Florida. Dort wird das neue Konzept seither ausprobiert und im Lauf des Jahres 2026 weiter verfeinert. Ab dem zweiten Quartal 2026 sollen dann laut Info von Landini Associates die lokalen Teams in den übrigen Märkten die nächsten Anpassungen übernehmen.
Für Landini Associates ist das Projekt der Höhepunkt einer langen Zusammenarbeit mit der Aldi Süd Group. Die Partnerschaft läuft mittlerweile über 14 Jahre. Gestartet hatte sie einst mit "Project Fresh", also der kompletten Neuaufstellung des Filial-Auftritts von Aldi in Australien. Später folgten unter anderem das Marktstart-Konzept für China und "Aldi Corner Store", ein kleineres Nachbarschaftsmodell für Australien.
Laut Bericht der "Lebensmittel Zeitung" geht es um ein komplett neues Filial-Konzept. Demnach sollen künftig alle Märkte einen klar wiedererkennbaren Auftritt bekommen, mit einheitlichen Symbolen, neuen Farben, neuen Schildern.
Aufgebaut sein sollen die neuen Läden nach dem Baukastenprinzip, ausgehend von einem festen Grunddesign für den einheitlichen Look. Je nach Standort bzw. Standortgröße sollen anpassbare Elemente hinzukommen. Ebenfalls geplant sein soll eine neu designte, einheitliche Arbeitskleidung für die Mitarbeiter.
Für den Konzern hätte der einheitliche Auftritt jedenfalls gleich mehrere Vorteile. Werbung, Kampagnen und Werbemittel müssten nicht mehr für jedes Land neu entwickelt werden. Das spart Geld und stärkt gleichzeitig die Marke.
Eine offizielle Stellungnahme von Aldi Süd gibt es derzeit noch nicht. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass das Designbüro Landini Associates nicht ohne Erlaubnis seines Kunden erste Details und Fotos veröffentlicht hat.