Wer jetzt eine Mietwohnung sucht, braucht weiter richtig Kohle im Börsel. Denn: Laut einer neuen Analyse von ImmoScout24 liegt die durchschnittliche Angebotsmiete in Österreich bereits bei 16,09 Euro pro Quadratmeter. Das sind acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Immerhin gibt es nach einigen mageren Jahren wieder etwas mehr Auswahl. Das Angebot an Mietobjekten stieg im ersten Quartal um neun Prozent. Die Nachfrage blieb hingegen nahezu stabil und legte nur leicht um zwei Prozent zu.
Von einer echten Entspannung kann trotzdem keine Rede sein. "Viele Suchende interessieren sich wieder mehr für das Kaufen und dementsprechend weniger für das Mieten von Immobilien", erklärt Joseph Obiegbu, Chef von ImmoScout24 Österreich. Damit seien aber die "strukturellen Probleme und der langfristige Wohnraummangel nicht aus der Welt geschafft", so Obiegbu. Neue Wohnungen in beliebten Städten hätten ihren Preis – und der steige auch weiter.
Am teuersten bleibt Wien. In der Hauptstadt werden im Schnitt schon 22,41 Euro pro Quadratmeter verlangt, ein Plus von zehn Prozent im Jahresabstand. Dahinter folgen Salzburg mit 21,23 Euro (+5 Prozent) und Tirol mit 21,13 Euro (+2 Prozent). Deutlich günstiger ist es in mehreren Bundesländern unter dem Österreich-Schnitt von 16 Euro.
Am wenigsten wird von Neumietern im Burgenland mit 11,72 Euro pro Quadratmeter verlangt – ein Minus von zehn Prozent verglichen mit dem Vorjahr! Auch Oberösterreich (13,29 Euro, +11 Prozent), die Steiermark (13,85 Euro , +12 Prozent), Niederösterreich (12,98 Euro, +4 Prozent) und Kärnten (15,13 Euro, +10 Prozent) liegen darunter.
Besonders stark zog das Angebot (s. Tabelle) in Niederösterreich an, dort gab es um 18 Prozent mehr Mietobjekte als noch vor einem Jahr. Auch Vorarlberg legte kräftig zu, ebenso Wien, Tirol und Kärnten. Bei der Nachfrage schauten Tirol (+16 Prozent) und die Steiermark mit deutlichen Zuwächsen heraus. In Salzburg und Wien ging das Interesse dagegen zurück.