Die Großhandelspreise in Österreich sind im März 2026 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent in die Höhe geschossen. Ausschlaggebend für den kräftigen Anstieg waren in erster Linie sonstige Mineralölerzeugnisse wie Heizöl und Schmierstoffe mit plus 35,6 Prozent, während sich Benzin und Diesel um 27,2 Prozent verteuerten.
Anstiege in dieser Größenordnung habe man laut Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, zuletzt im Februar 2023 beobachten können.
Was die Entwicklung für Konsumenten so dramatisch macht: Steigen die Kosten im Großhandel, wirkt sich das in der Regel eher früher als später auch auf die Preise aus, die wir in Geschäften, Supermärkten und Co. bzw. für Dienstleistungen zu zahlen haben.
Weitere deutliche Preisanstiege im Vergleich zu März 2025 gab es bei Uhren und Schmuck mit 15,7 Prozent sowie bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen mit 12,6 Prozent. Zusätzlich macht sich die Speicherkrise bemerkbar, durch die sich Geräte der Info- und Kommunikationstechnik wie Computer, Smartphones und Tablets um 11,3 Prozent verteuerten.
Als starke Preistreiber erwiesen sich zudem Nicht-Eisen-Metalle (+9,7 Prozent), sonstige Maschinen und Einrichtungen (+8,3 Prozent), Flachglas (+8,0 Prozent), Blumen und Pflanzen (+7,6 Prozent), Rohholz und Holzwaren (+6,9 Prozent) sowie feste Brennstoffe (+6,4 Prozent).
Auch Güter des täglichen Bedarfs sind betroffen: Tabakwaren legten um 6,3 Prozent, Fleisch und Fleischwaren sowie Eisen und Stahl um je 5,7 Prozent zu. Lebende Tiere (+5,6 %) sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (+5,5 %) wurden ebenfalls klar teurer.
Gleichzeitig gab es vereinzelt Preisrückgänge. Getreide, Saatgut und Futtermittel verbilligten sich um 14,9 Prozent, Gummi und Kunststoffe in Primärformen um 3,5 Prozent, Häute und Leder um 3,4 Prozent. Schreibwaren wurden um 2,7 Prozent günstiger, Rundfunk-, Fernseh-, Aufnahme- und Wiedergabegeräte um 1,6 Prozent.