Am Sonntagabend, dem 29. März 2026, ist es wieder so weit: Heino Ferch schlüpft zum zehnten Mal in die Rolle des unnachgiebigen Verhörspezialisten Richard Brock – diesmal in "Sühne", dem neuesten Fall der Krimireihe "Spuren des Bösen". Um 20:15 Uhr läuft der zugegebenermaßen düstere Streifen erstmals im Fernsehen auf ORF 2.
Vor genau 15 Jahren startete die Serie mit Heino Ferch als Richard Brock, einem Psychiater, der sich in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele wagt. Und wie immer stellt er nicht nur die Frage nach dem "Wer?", sondern vor allem nach dem "Warum?". In "Sühne" bringt ein mysteriöser Todesfall – ein angeblicher Suizid eines Neo-Millionärs – Brock zurück in eine gemeinsame Vergangenheit.
Der Fall beginnt mit dem mysteriösen Sturz eines Uhrmachers namens Elias Roth (Thiemo Strutzenberger) von seiner Dachterrasse. Die Polizei vermutet Selbstmord, doch eine junge Frau, Gudrun Schneider (Anna Wagner), zweifelt daran und bittet Brock um seine Einschätzung.
Zunächst zögert er, doch die Neugier siegt. Schnell stellt sich heraus, dass der Verstorbene kurz vor seinem Tod 15 Millionen Euro erhalten hatte – ausgerechnet von Gudrun. Dieses scheinbar großzügige Geschenk wirft immer mehr Fragen auf, und Richard Brock stößt bei seinen Nachforschungen auf dunkle Familiengeheimnisse, die bis heute nachwirken.
Regisseur Andreas Prochaska beschreibt "Sühne" als einen Fall, der die langjährige Entwicklung der Reihe perfekt widerspiegelt: "Richard Brock war immer ein unbequemer Typ, der den Finger in die Wunde legt. Der neue Film zeigt ihn als einen gealterten Psychiater, der sich von der Polizei zurückgezogen hat und jetzt zwischen Universität, Enkelkindern und kuriosen Abenden mit seinem Freund Klaus Tauber pendelt".
Die Figur Brock ist "ein kluger, aber schwieriger Charakter", sagt Ferch im Heute-Interview. Das ständige Bedürfnis des Psychiaters, andere Menschen zu analysieren treiben ihn oft in die Einsamkeit: "Er ist geprägt von seinem Trauma und seiner Arbeit mit den Abgründen der menschlichen Psyche. Das macht ihn distanziert, aber auch faszinierend“.
Für den Schauspieler Heino Ferch sei es allerdings nicht immer leicht, aus der düsteren Gestalt Brock wieder herauszutreten. Im Interview verrät er auch: "Man ist mit vielen düsteren Stunden konfrontiert", aber das wurde immer "durch wunderschöne helle Tage in Wien ausgeglichen".