Premiere am 31. März

Kabarettist hatte zwei Jahre nichts zu lachen

Homajon Sefat tritt mit seinem neuen Solo "Romantik" die "Flucht nach vorne" an. Er thematisiert seine Bühnenpause und mentale Gesundheit.
Sandra Kartik
25.03.2026, 06:00
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Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Für kaum jemanden ist dieser Spruch derzeit so passend, wie für Homajon Sefat. Der Kabarettist musste 18 Monate lang eine Bühnenpause einlegen, weil ihm seine Depression einen Strich durch die Rechnung machte.

Doch statt das Thema, das so viele Österreicher kennen, zu verschweigen, bastelte er sein neues Programm drumherum. Am 31. März feiert er mit "Romantik" sein Comeback in der Kulisse Wien. "Die letzten Jahre waren schwierig. Ich habe lange nicht auftreten können", erzählt er im "Heute"-Gespräch offen.

"Flucht nach vorne"

"Mentale Gesundheit war früher kein Thema für mich", ignorierte Sefat seinen Seelenzustand viel zu lange. "Das Buch von Comedian Kurt Krömer über seine Depression hat mich eiskalt erwischt: Dem geht’s ja genauso wie mir". Der Wiener suchte sich danach Hilfe, verbrachte u.a. auch acht Wochen in einer Tagesklinik und startete den Podcast "Café Depresso" gemeinsam mit Psychiaterin Katharina Stengl.

Mit seinem Programm hat Homajon "eine Art Flucht nach vorne angetreten." Denn "Humor ist für mich eine gute Möglichkeit, Gefühle und Frust zu artikulieren." Seine wichtigste Lektion im Heilungsprozess: "Über Gefühle zu reden. Das ist mir total schwergefallen. Ich dachte, ich bin eine Belastung für mein Umfeld." Jetzt ist er wieder fit genug, Kabarett zu machen. Und das Thema "Romantik" passt perfekt, denn "ich lerne das Leben gerade neu kennen. Das Programm ist hoffnungsvoll, das braucht die Welt."

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