Die ÖBB haben im vergangenen Jahr einen neuen Passagierrekord aufgestellt. Im Vergleich zu 2024 gab es ein Plus von 1,4 Prozent, insgesamt waren es 559 Millionen Fahrgäste, wie ÖBB-Chef Andreas Matthä dem "Kurier" (Mittwoch) sagte.
Im Nahverkehr auf Schiene stieg die Zahl der Gäste um 2 Prozent auf 301 Millionen. Die Zahl der Bus-Fahrgäste blieb mit 211,5 Millionen stabil, das bestätigte das Unternehmen auch gegenüber der APA. Im Fernverkehr gab es ein Plus von 1,5 Prozent auf 47 Millionen Reisende. Die offiziellen Zahlen dazu werden am 17. April präsentiert.
Ein Grund für mehr Fahrgäste war im vergangenen Herbst der Koralmbahntunnel zwischen der Steiermark und Kärnten. Diese Strecke wird mittlerweile auch von der mehrheitlich privaten Westbahn genutzt.
Kürzlich hat der Rechnungshof die ÖBB in Sachen Angebot, Flotte und Personalplanung unter die Lupe genommen. Dabei wurde zwar ein größeres Angebot, mehr Fahrgäste und mehr Züge festgestellt, aber trotzdem gebe es zu wenige Garnituren und mehr Mängel.
Das geplante Angebot sei oft nur bei geringer Auslastung angekommen. Der Rechnungshof empfiehlt daher eine bessere Planung. Die ÖBB verweisen gegenüber der APA auf "Belastungsspitzen" und wollen die Kritikpunkte "gezielt adressieren".
Immer wieder gibt es auch Probleme mit dem Deutschen Eck in Bayern und den Verbindungen nach Deutschland. Das Streckennetz im Nachbarland ist nämlich marode und muss saniert werden. Das führt zu Einschränkungen bis hin zu Streckensperren, die auch den Fernverkehr in Österreich spürbar treffen.