Die Verspätungen bei der Deutschen Bahn nehmen kein Ende. Im Februar 2026 erreichten nur 59,4 Prozent aller Fernverkehrshalte pünktlich ihr Ziel. Zwar ist das eine Verbesserung um 7,3 Prozentpunkte gegenüber dem katastrophalen Jänner, doch das von Bahnchefin Evelyn Palla ausgegebene Jahresziel von mindestens 60 Prozent wird weiterhin verfehlt.
Als verspätet gilt bei der Deutschen Bahn ein Zug bereits ab sechs Minuten Verzögerung. Trotz dieser großzügigen Definition schafft es der Konzern nicht, auch nur knapp zwei Drittel seiner Halte fristgerecht zu bedienen. Die Zahlen für Februar sind laut Bahn noch vorläufig.
Wie heise.de berichtet, nennt die Bahn als Hauptgründe für die vielen Verspätungen die zahlreichen Baustellen im maroden Schienennetz sowie überlastete Fernverkehrsknoten, vor denen sich die Züge regelmäßig stauen.
Im Vergleich dazu stehen die ÖBB wesentlich besser da: Die Pünktlichkeitsquote im Nah- und Fernverkehr lag zuletzt bei 93,6 Prozent - auch wenn der Rechnungshof das als Tiefstand gegenüber dem Planwert von 95,8 Prozent kritisierte.
Die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn hat auch direkte Auswirkungen auf den österreichischen Bahnverkehr. Unpünktliche Zugübergaben durch die DB an den Grenzen zählen zu den Hauptgründen für Verspätungen bei den ÖBB im Fernverkehr.
Bahnchefin Palla hält dennoch am Jahresziel fest: Bis Ende 2026 sollen mindestens 60 Prozent der Fernzüge pünktlich ankommen. Angesichts von fünf geplanten Großbaustellen im Netz bleibt das ein ambitioniertes Vorhaben.