Am Papier werden die Österreicher immer wohlhabender. Doch im Alltag spüren viele davon wenig. Eine neue Analyse zeigt: Die Kaufkraft (also das Einkommen abzüglich aller Abgaben und Steuern) ist zwar 2025 weiter gestiegen, doch die Teuerung bremst den Effekt deutlich.
Konkret liegt die durchschnittliche Kaufkraft in Österreich laut einer aktuellen Untersuchung von RegioData Research inzwischen bei 29.282 Euro pro Kopf. Das entspricht einem nominellen Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der große Haken: Gleichzeitig sind die Preise stärker gestiegen. Die Inflation lag im selben Zeitraum bei rund 3,6 Prozent. Inflationsbereinigt bedeutet das laut Studie sogar einen leichten Rückgang der Kaufkraft. Anders gesagt: Obwohl die Einkommen gestiegen sind, können sich Haushalte von ihrem Geld tatsächlich etwas weniger leisten als noch 2024.
Langfristig zeigt sich dennoch ein klarer Aufwärtstrend. Vor zehn Jahren lag die durchschnittliche Kaufkraft noch bei rund 20.600 Euro pro Kopf. Heute sind es fast 29.300 Euro – ein Plus von rund 42 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts.
Im europäischen Vergleich steht Österreich weiterhin gut da. Derzeit liegen wir laut Studie auf Platz acht der kaufkraftstärksten Länder Europas und damit deutlich über dem EU-Schnitt. Staaten wie die Schweiz, Luxemburg oder Dänemark liegen allerdings weiterhin deutlich vorne. In der Schweiz etwa beträgt die Kaufkraft pro Kopf etwa 54.500 Euro.
Auch Deutschland liegt auf einem ähnlichen Niveau wie Österreich. Beide Länder sind laut Analyse in vergleichbarer Weise von den Inflationsschüben der vergangenen Jahre betroffen.